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23.09.2017 - 18:21
Hunderte Frauen zogen bei der Demonstration durch die Stadt.
Foto: Neumayr/Leo

Salzburger tanzen gegen sexuelle Gewalt

14.02.2016, 15:37

"Ich trete für ein gewaltfreies Leben ein" - "Auch ein leises Nein muss respektiert werden" - "Jeder Übergriff gefährdet die Gesundheit von Frauen und Mädchen". Die Gründe der Salzburgerinnen, bei der größten weltweiten Bewegung "One Billion Rising" (englisch für "Eine Milliarde erhebt sich") mitmachen, sind unterschiedliche, haben jedoch eins gemein: Frauen dürfen keine Gewalt mehr erleben!

Die Zahlen sind schockierend: Eine Milliarde Frauen weltweit sind von Gewalt betroffen. Das sind eine Milliarde Töchter, Mütter, Großmütter, Schwestern, Geliebte und Freundinnen. Mehr als 600 Millionen Frauen leben in Ländern, in denen häusliche Gewalt nicht als Verbrechen angesehen wird. Die weltweite Wahrscheinlichkeit, dass eine Frau im Alter zwischen 15 und 44 Jahren vergewaltigt wird oder häusliche Gewalt erfährt, ist höher als an Krebs oder Malaria zu erkranken oder an einem Verkehrsunfall beteiligt zu sein.Das Frauenbüro der Stadt Salzburg hat sich deshalb dazu entschieden, bei der weltweiten tänzerischen Demonstration mitzuwirken.

Am Samstagnachmittag machten sich Hunderte Frauen auf den Weg vom Platzl über die Staatsbrücke und die Altstadt. Beim Unipark Nonntal angekommen wartete Livemusik von "Wunderland" und eine Tanzperformance von "Flavourama" auf die Salzburgerinnen. Gegen das globale Problem wurde somit gemeinsam angetanzt. Es ist ein öffentlich sichtbares Signal für das Recht auf Selbstbestimmung aller Mädchen und Frauen und dafür, dass nur sie und niemand sonst über ihren Körper bestimmen dürfen. "Frauen gehören nur sich selbst und das zeigen sie bei One Billion Rising tanzend. Wenn weltweit eine Milliarde Frauen und Männer aufstehen und tanzen, zeigen sie solidarisch ihre Energie - für ein Leben von Frauen frei von Gewalt. Tanzen heißt über den eigenen Körper selbst zu bestimmen und Raum einzunehmen," so Frauenbeauftragte Alexandra Schmidt.

Erneuter Fall von sexueller Belästigung

Dass das Thema aktueller denn je ist, beweist dieser Fall in der Salzburger Innenstadt: Samstagfrüh hat ein unbekannter Täter eine 17- Jährige sexuell belästigt. Er betastete sie und zog der jungen Frau die Bluse nach oben. Der Täter wird vom Opfer als Südländer mit kurzen, dunklen Haaren, zirka 30 Jahre alt, rund 180 cm groß und auffallend dünn beschrieben.

14.02.2016, 15:37
Sandra Aigner, Kronen Zeitung/red
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