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17.08.2017 - 02:04
Der Polizeihubschrauber konnte einen Verletzten bis zum Naturfreundehaus bringen.
Foto: Polizei

Rettung unter Lebensgefahr

23.05.2016, 08:34

Die Bergretter aus Rauris und Helfer aus Werfen riskierten am Sonntag ihr Leben, um zwei verletzte Alpinisten zu retten: Die Bergsteiger gingen um 7.40 Uhr die rechte Sonnblickrinne hinauf, als auf 3000 Metern eine Wechte brach. Die Männer wurden 300 Meter mitgerissen.

Während der eine Alpinist mit einer Oberschenkelverletzung auf der Oberfläche der Lawine zu liegen kam, wurde sein Kamerad (45) bis zum Kopf verschüttet und steckte aufrecht in den Schneemassen.

Die Rettung gestaltete sich sehr schwierig. Wegen des Windes konnte zuerst kein Hubschrauber fliegen. "Die ersten Leute sind vom Kolm Saigurn aus aufgestiegen. Bis zur Unfallstelle waren es 2,5 bis 3 Stunden", schildert Herbert Rohrmoser, der Einsatzleiter im Tal war. Nach und nach gelang es einem Polizei- Heli auch Retter beim Pilatus- Käs abzusetzen. Von dort dauerte es zu den Verletzten noch 45 Minuten. Gleichzeitig eilten auch Bergretter aus Werfen zu Hilfe. Sie waren in einer Parallelrinne unterwegs, als sie das Unglück bemerkten. Sie kamen als Erste zum Verschütteten, gruben ihn aus und versorgten ihn.

"Das war sehr grenzwertig"

Nach und nach trafen die örtlichen Bergretter ein. Während sie die Verletzten für den Abtransport vorbereiteten, gingen immer wieder Lawinen samt schwerer Brocken ab. "Die Einsatzkräfte mussten zum Teil zur Seite springen oder die Verletzten wegziehen. Das war sehr grenzwertig", schildert Rohrmoser. Sorgenvoll blickten die Kräfte auch in die linke Nordwandrinne, denn dort waren weitere Bergsteiger unterwegs. Zum Glück ging dort aber keine Lawine ab. "Wir sind froh, dass unsere Leute wieder gesund ins Tal zurück gekommen sind", so Rohrmoser nach dem Einsatz, der bis Mittag dauerte.

23.05.2016, 08:34
Iris Wind, Kronen Zeitung/red
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