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20.09.2017 - 07:02
Der Salzburg-AG-Mitarbeiter auf der Drehleiter beim Abklemmen der Stromleitung.
Foto: Markus Tschepp

Gefährlicher Löscheinsatz unter der Stromleitung

24.07.2016, 08:47

Lebensgefährlicher Einsatz für die Feuerwehr in Neumarkt: Mitten in der Nacht hatte ein Stall in Wertheim Feuer gefangen. Genau über das Gebäude verlief eine Stromleitung. Diese drohte durch die Hitzeeinwirkung zu reißen und mitten ins Feuer zu fallen. Techniker der Salzburg AG schalteten schließlich den Strom ab.

Eine glasklare Nacht: Doch es riecht so seltsam und dieses unaufhörliche Knistern - die Bewohner in Wertheim in unmittelbarer Nachbarschaft des Müllerbauern können nicht schlafen und sehen nach was los ist: Ein Stall brennt! Um 0.38 Uhr schlagen sie Alarm. In letzter Sekunde gelingt es ihnen noch, die vier Kälber aus dem brennenden Stall zu holen. Landwirt Herbert Schwaighofer selbst war zu dem Zeitpunkt in Salzburg. Er hatte sich mit Freunden getroffen. "Ich bin natürlich sofort heim gefahren", so der 45- Jährige. Mittlerweile war auch schon die Feuerwehr eingetroffen. Kommandant Herbert Maderegger erkannte die Gefahr sofort: "Der Stall brannte lichterloh und eine Stromleitung führte genau darüber. Wenn die reißt und ins Feuer fällt, das wäre eine Katastrophe gewesen."

"Wir haben unter größter Vorsicht zu löschen begonnen und die Leitung nicht aus den Augen gelassen." Zugleich mussten das Bauernhaus und ein weiteres nahes Wohnhaus vor einem etwaigen Übergreifen der Flammen geschützt werden. Die Dächer der beiden Häuser wurden durchgehend mit Wasser gekühlt. Nach einer knappen halben Stunde kam ein angeforderter Salzburg AG- Mitarbeiter. Die Feuerwehr hievte ihn mit der Drehleiter zum Strommasten hoch. Der Mann klemmte wie verlangt die Leitung ab. Danach konnte der große Löschangriff starten. "Um drei Uhr früh hatten wir den Brand unter Kontrolle. Danach mussten wir noch Glutnester ablöschen und eine Brandwache halten", schildert Maderegger.

Brandursache ist ungeklärt

Landwirt Herbert Schwaighofer ist froh, dass seiner Mutter, die zum Brandzeitpunkt alleine zu Hause war, nichts passiert ist. "Das ist das Wichtigste. Unsere Kälber stehen jetzt bei Nachbarn im Stall. Da möchte ich mich sehr bedanken, dass die meine Tiere gerettet haben." Über eine genaue Schadenssumme konnte er am Samstag noch nicht sprechen. "Ein bisschen unter Schock sind wir schon noch." Die Brandursache ist noch nicht klar. Schwaighofer sagt aber, dass es im Stall keinen Strom gab und das gelagerte Heu "alt" war. Es hätte sich nicht mehr selbst entzünden können.

24.07.2016, 08:47
Manuela Kappes, Kronen Zeitung/red
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