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24.05.2017 - 01:05
Die Gulfstream Aerospace mit ihren 22 Sitzen sollte nach Maine fliegen. Daraus wurde nichts.
Foto: Markus Tschepp

"Bauchfleck" eines US- Jets am Salzburger Airport

12.04.2017, 07:23

Wie konnte denn so etwas passieren? Das fragen sich nicht nur aufmerksame "Krone"- Leser, die am Dienstag beobachteten, wie ein amerikanischer Privatjet plötzlich am Salzburger Flughafen nach vorne kippte und auf der Nase landete. Ein äußerst seltenes Phänomen, das in dieser Form bei uns zuletzt 1987 verzeichnet wurde.

Dienstag. 10.12 Uhr. Flughafen Salzburg. Die Maschine macht sich bereit zum Abheben in den US- Bundesstaat Maine. 10.17 Uhr. Irgendetwas stimmt nicht. Warnlampen leuchten auf. Das Fahrwerk ließ sich nicht mehr einfahren. Der zweiköpfigen Crew bleibt nichts anderes übrig als bei den Zuständigen im Tower eine Sicherheitsrücklandung zu veranlassen. Vorbildlich lenkte der Pilot den US- Privatjet "Gulstream Aeorspace GIV- X" auf den Rollweg. Die Crew samt der beiden Passagiere stieg aus, machte eine Sichtkontrolle rund um den Flieger.

Aussteigen zu ebener Erde: Techniker und Feuerwehrleute.
Foto: Markus Tschepp

Nur wenige Minuten später dann der Schock: Das Bugfahrwerk gab nach, die Maschine knickte ein und kam mit einem lauten Knall auf der Nase zum Liegen. Da alle einige Meter entfernt waren, wurde bei diesem Unfall niemand verletzt. Die Airport- Feuerwehr war sofort zur Stelle. Ein Vorfall wie dieser ist äußerst selten, weshalb die Flugunfall- Kommission aus Wien als Teil des Bundesministeriums für Verkehr zur Verstärkung hinzugezogen wurde. Sie traf um 14.30 Uhr am Salzburg Airport ein. Selbst Johannes Woldrich, Fachbereichsleiter Luftfahrt, war überrascht, wie das geschehen konnte, dass die Maschine - Baujahr 2008 - auf der Nase landet. "Ein technisches Problem ist nicht ausgeschlossen. Wir haben drei Experten von Wien nach Salzburg geschickt. Die müssen alles genau prüfen.

Hydraulik oder Elektronik?

"Ergebnisse gibt es erst morgen", berichtet er der "Krone". Als mögliche Ursachen kommen Probleme mit der Hydraulik, der Elektronik oder eine Materialermüdung in Frage. Zu bedenken gibt das Baujahr 2008. Der 22- Sitzer Amerika - als Besitzer ist die "H&S Air LLC" eingetragen - wurde aufwändig mit Luftkissen aufgehoben, enttankt und abgeschleppt. "Die Maschine kann unter Garantie mehrere Tage lang nicht mehr abheben", bestätigt auch Flughafensprecher Alexander Klaus. Ein ähnliches Szenario spielte sich am 12. Februar 1987 am Salzburg Airport ab.

Sandra Aigner, Kronen Zeitung






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