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21.08.2017 - 16:53
Foto: MARKUS TSCHEPP

Aufräumen nach ASKÖ- Skandal in Salzburg

10.10.2013, 08:41
Vor über einem Jahr stand der Sportverband ASKÖ mitten im Kreuzfeuer: Es gab Tricksereien bei den Subventionen seitens Land und Stadt Salzburg, der Ex-Präsident ließ sich sogar einen Maßanzug bezahlen - dazu kam der sündteure Sportbauernhof Waldzell in Oberösterreich (Bild). Nach unzähligen Prüfungen zieht Neo-Präsident Gerhard Schmidt Bilanz.

Auch der Staatsanwalt ermittelt noch immer rund um die ASKÖ – drei Ex- Funktionäre sind beschuldigt, darunter der frühere Präsident Franz Karner. "Soweit ich weiß, sind die Erhebungen so gut wie abgeschlossen", sagt Schmidt. Bei einer Anklage gegen Karner will sich die ASKÖ als Privatbeteiligter im Verfahren anschließen und Geld zurückholen.

"Die Prüfungen sind noch nicht abgeschlossen"

Im Jahr nach der Affäre läuft es im Verband wieder ruhiger. "Aber die Prüfungen sind noch immer nicht alle abgeschlossen." Das Kontrollamt nimmt die - inzwischen aufgelösten - Tochtervereine Club Aktiv Gesund in den Bezirken sowie sportparks & more unter die Lupe. An die Stadt stottert die ASKÖ 64.200 Euro ab für Mängel in der Abrechnung der Sportanlage Bolaring - bis jetzt sind in Monatsraten zu 2.000 Euro schon 26.000 Euro bezahlt. Weitere 120.000 Euro hat die ASKÖ an die Stadt wegen der Kunstrasenanlage in Maxglan zu zahlen - "das ist aber unberechtigt", erklärt Schmidt sauer.

Ans Land zahlt die ASKÖ runde 300.000 Euro – es geht um Tricks bei den Förderungen. "Das hätten sogar 429.000 Euro sein können", weiß Schmidt. "Wir haben aber noch Rechnungen für den Sportbauernhof gefunden, und der Kunstrasen in Maxglan wird doch gebaut - darum ist es weniger." Das Ministerium ist mit seiner ASKÖ- Prüfung noch nicht fertig. Da erwartet der neue Präsident eine Rückzahlung von 20.000 Euro.

Krankenkassen- Forderung ist "völlig unverständlich"

Letzter Brocken ist die Krankenkasse, die nach einer Prüfung 50.000 Euro zurückbekommen will, weil sie - anders als in Tirol oder Oberösterreich - die Aufwandsentschädigungen für Trainer bei Breiten- und Gesundheitssport nicht anerkennen will. Schmidt: "Völlig unverständlich. Dagegen protestieren wir schon beim Hauptverband in Wien und prozessieren im Ernstfall bis zur obersten Instanz. Das ist ein Fall, der nicht nur die ASKÖ betrifft, sondern alle Verbände in Österreich."

Daneben baut die ASKÖ Schulden ab (derzeit noch 1,4 Millionen Euro). Zuletzt verkaufte sie ein Grundstück in Kraiwiesen, wo die Modellflieger daheim sind, an die Gemeinde Eugendorf.

10.10.2013, 08:41
Robert Redtenbacher, Kronen Zeitung
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