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19.08.2017 - 04:39
Foto: APA/ROLAND SCHLAGER

Ab sofort schnellere Hilfe bei Gewalt im Klassenzimmer

11.09.2010, 06:00
Mobbing, Happy Slapping, Cyberbullying - die Gewalt an unseren Schulen hat viele Namen. Wenn die Situation eskaliert, stehen Opfer wie Täter den Folgen oft ohnmächtig gegenüber. Ab dem neuen Schuljahr gibt es am Landesschulrat einen Ombudsmann, der Schülern, Eltern und Lehrern so rasch wie möglich helfen soll.

Zwei akute Fälle ließen im Frühjahr aufhorchen: In Thalgau bedrohte ein 15- jähriger Mitschüler und Lehrer mit einem Küchenmesser. Und in Faistenau verschickte ein 14- Jähriger Morddrohungen per SMS an seine Klassenkollegen. Damals gründete Schulratspräsident Herbert Gimpl Experten- Teams für solche brisante Fälle. Ab dem neuen Schuljahr wird jetzt auch noch die "Drehscheibe Gewaltprävention", die es seit vergangenem Dezember gibt, personell aufgestockt.

Viele Projekte zur Gewaltvorbeugung

"Wir haben den Überblick über alle Möglichkeiten, in den Schulen Projekte zur Gewaltvorbeugung zu starten. Und davon gibt es in Salzburg sehr viele", weiß Barbara Gsöll, die seit Gründung der Servicestelle dabei ist. Jetzt bekommt sie Verstärkung durch Kerstin Dorfinger vom Bundesgymnasium Zaunergasse und Wolfgang Sturm von der Neuen Mittelschule Taxham.

Sturm fungiert ab sofort als Ombudsmann und somit als erste Anlaufstelle für alle Betroffenen. "Dabei werde ich zuerst versuchen, das Problem aufzuspüren. Über die Drehscheibe suchen wir dann nach maßgeschneiderten Lösungen", erklärt Sturm, der auf 14 Jahre Erfahrung zurückblickt.

Qualität, nicht Quantität der Gewalt steigt
"In dieser Zeit ist nicht die Quantität der Gewalt, aber ihre Qualität gestiegen", sagt Sturm. "Raufereien sind heute ein Massenspektakel, das bis zum bitteren Ende ausgetragen wird." Dazu kommen die neuen Möglichkeiten im Internet, wo auf Facebook & Co. Mobbing vor großem Publikum betrieben wird. "Da müssen wir ein Bewusstsein schaffen, dass so etwas auch rechtliche Konsequenzen haben kann", so Sturm.

Kontakt zur "Drehscheibe" gibt's über die Telefonnummer 0662/8083- 2679.

Kronen Zeitung

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