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08.12.2016 - 05:24
Foto: APA/RUBRA (Symbolbild)

Sbg: Dorfposse um Watschn unter Lokalpolitikern

13.02.2013, 16:24
Man nehme zwei Lokalpolitiker und einen Faschingsumzug - und fertig ist die Dorfposse, die derzeit für Aufregung im Salzburger Lungau sorgt: Ein SPÖ-Gemeindevertreter soll am Samstagabend in Ramingstein auf dem Heimweg vom Faschingsumzug von einem ÖVP-Kommunalpolitiker geohrfeigt worden sein. Der Präsident der Salzburger Arbeiterkammer sieht einen Zusammenhang mit einem umstrittenen geplanten Kraftwerksbau - und auch gleich die Meinungsfreiheit in Gefahr. Er forderte die ÖVP am Mittwoch auf, sich von dem Mann zu distanzieren.

"Er ist mir von hinten nachgegangen und hat mich angeschrien. Und dann hat es schon geklingelt. Er ist danach zurück ins Wirtshaus. Mein Ohr hat ziemlich gerauscht", schilderte der SPÖ- Mann, der als Mitglied der Musikkapelle an dem Faschingsumzug teilgenommen hatte, die Ohrfeigen- Causa bei einer am Mittwoch kurzfristig einberufenen Pressekonferenz.

"Nicht mehr weit, und man wird mit Waffen konfrontiert"

Er habe jedoch zunächst von einer Anzeige abgesehen und gewartet, ob sich der Mann am nächsten Tag bei ihm entschuldige. Am Montag habe er den Sachverhalt aber dann bei der Polizei gemeldet. "Es geht mir nicht um Schadenersatz, ich bin auch nicht ins Krankenhaus gegangen. Aber ich kann nicht schweigen, weil von einem Faustschlag ist es nicht mehr weit, und man wird mit Waffen konfrontiert."

Für den SPÖ- Dorfpolitiker - er ist im Beruf Leiter der AK- Bezirksstelle im Lungau - und AK- Präsident Siegfried Pichler liegt der Grund in der Auseinandersetzung jedenfalls in der Debatte um ein geplantes Mur- Kraftwerk in Ramingstein, die in der Gemeinde sehr hitzig geführt wird. Bei einer Bürgerversammlung Anfang Februar sei er von dem ÖVP- Mann verbal heftig angegriffen worden, weil er für eine Versachlichung der Gespräche eingetreten sei, so der SP- Gemeindevertreter.

"Die Verrohung der politischen Sprache führt zu Gewalt"

"Die Anwendung von Gewalt darf keinesfalls toleriert werden. Die Verrohung der politischen Sprache führt zur Anwendung von Gewalt", sagte Pichler. Da es sich um einen politischen Mandatar handle, gebe es auch eine politische Verantwortung. "Wir erwarten uns, dass sich die ÖVP von dem Mann distanziert, und wir erwarten uns, dass er sein Mandat nicht mehr ausüben kann."

Der Druck der Kraftwerksgegner sei so massiv, dass sich viele Menschen in Ramingstein ihre Meinung nicht mehr zu sagen trauten, kritisierte Pichler zudem. "Das darf es in einer Demokratie des 21. Jahrhunderts nicht mehr geben", mahnte der AK- Präsident.

Ohrfeiger spricht von Reaktion auf Beleidigung

Die Arbeiterkammer könnte in der Sache allerdings auch übers Ziel hinausgeschossen sein. Denn für den betroffenen ÖVP- Gemeindevertreter hat "die Watschn absolut nichts mit dem Kraftwerk zu tun", wie er am Mittwoch betonte. Diese sei vielmehr wegen einer persönlichen Beleidigung gefallen. "Er hat meinen Berufsstand beleidigt." Der SPÖ- Mann will das wiederum aber erst nach der Ohrfeige getan haben.

13.02.2013, 16:24
AG/red
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