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20.02.2017 - 19:58
Foto: dpa/Andreas Gebert (Symbolbild)

Reaktionen: "Schritt in die richtige Richtung", "Witz"

18.11.2012, 19:12
Die geplante Neuordnung der Pendlerpauschale unter dem Motto "Mehr Geld für Pendler und auch gerechter verteilt" hat eine Fülle von Reaktionen ausgelöst. Die ÖVP-Initiative wird einerseits als Schritt in die richtige Richtung, andererseits als "ein Witz" bezeichnet, weil die Spritpreis-Explosion nicht abgedeckt sei.

Wie die "Krone" berichtete, sollen laut dem Vorschlag von Vizekanzler Michael Spindelegger künftig auch Kleinverdiener von der Pendlerpauschale profitieren. Das ist jetzt nicht der Fall, weil Personen, die keine Steuer zahlen, auch keinen Steuerabzug über einen Freibetrag bekommen. Darüber hinaus soll statt der großen und kleinen Pauschale das Kilometergeld in Abständen von fünf Kilometern berechnet werden.

ARBÖ: "Ein Witz"

Am schärfsten fiel am Sonntag die Kritik des ARBÖ aus, dessen Generalsekretärin Lydia Ninz von einem "Witz" sprach und Finanzministerin Maria Fekter aufforderte, die steuerlichen Mehreinnahmen aus der Spritpreis- Explosion "gefälligst der fleißig arbeitenden Bevölkerung in voller Höhe zurückzugeben". Auch sei es, "hoch an der Zeit, Pendlern ein kilometerabhängiges Geld zu geben, unabhängig davon, wie viel sie verdienen".

Der ÖAMTC wiederum spricht von einem "Schritt in die richtige Richtung" und findet es positiv, dass Kleinverdiener wie etwa Teilzeitkräfte künftig Kilometergeld bekommen sollen und dass die tatsächliche Distanz zwischen Wohn- und Arbeitsort als Berechnungsgrundlage dienen wird.

SPÖ für Absetzbetrag

Für die SPÖ begrüßte Staatssekretär Andreas Schieder den ÖVP- Vorstoß vor allem für Kleinverdiener, will aber statt des steuerlichen Freibetrages, der Besserverdiener bevorzuge, einen Absetzbetrag, der für alle gleich sei. Das werde noch koalitionsintern verhandelt.

FPÖ- Chef Heinz- Christian Strache drängt darauf, dass "vor dem Hintergrund explodierender Treibstoffpreise alle beruflichen Pendler unabhängig von ihrem Einkommen eine gerechte Abgeltung erhalten". Immerhin handle es sich um eine Million Menschen, die betroffen seien.

18.11.2012, 19:12
Peter Gnam, Kronen Zeitung
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