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10.12.2016 - 13:54
Foto: Zwefo, APA/HELMUT FOHRINGER

Häupl: "Wer bleiben will, lernt Deutsch"

20.08.2015, 16:45
Über Koalitionen redet der Wiener Bürgermeister gar nicht gerne. "Das ist im Wahlkampf ein No-Go", sagt er, "mit der FPÖ aber wird es sicher keine geben, da existieren keine inhaltlichen Übereinstimmungen." Die "Krone" traf Michael Häupl am Donnerstag im Rathaus - der Stadtchef über Arbeitslosigkeit, Deutschkurse in Erdberg und wieso er nicht nach Traiskirchen fährt:

"Krone": Herr Häupl, gerade kam FP- Klubobmann Johann Gudenus aus Ihrem Büro. Eine rot- blaue Annäherung?
Michael Häupl: Ich rede mit allen, auch mit den Freiheitlichen, aber als Regierungspartei kommt die FPÖ nicht infrage. Es gibt einfach keine inhaltliche Übereinstimmung.

"Krone": Wie würde denn ein blaues Wien unter Bürgermeister Heinz- Christian Strache aussehen?
Häupl: Es gäbe einen enormen Rückschritt. Man muss sich nur ansehen, wogegen die FPÖ gestimmt hat - die Mindestsicherung für Kinder oder viele Kulturprojekte. Ich bin mir sicher, innerhalb einer Legislaturperiode wäre der Lichterglanz, der Wien umgibt, weg.

"Krone": Mit Ihren Plakaten werben Sie für ein schönes Wien, dann kommt das dicke Aber.
Häupl: Wir können nicht alle Probleme lösen, aber wir können viele Probleme lösen. Etwa beim Thema Wohnen. Wir kommen aus der Krise nur durch Wirtschaftswachstum heraus und dafür braucht es öffentliche und private Investitionen.

"Krone": Was sagen Sie einem Arbeitslosen, der fragt: Wie können Sie mir helfen?
Häupl: Das kommt auf seine Ausbildung an. Einem Bauarbeiter kann ich sicher individuell helfen, hat jemand nur eine Pflichtschulausbildung, kann ich ihm Aufschulung anbieten. Aber wir verstecken niemanden in Kurse.

"Krone": Die Regierungsspitze hat sich jetzt das Flüchtlingslager Traiskirchen angesehen. Wie finden Sie das?
Häupl: (lächelt) Super.

"Krone": Waren Sie schon dort?
Häupl: Ich gehe nicht arme Flüchtlinge schauen. Wichtig ist, was wir tun können. Die Stadt hat angeboten, die Verwaltung des Asyl- Bundesquartiers in Erdberg zu übernehmen. Das wird vielleicht schon am Montag passieren, am Dienstag fangen wir dort an mit Deutschkursen. Die Botschaft ist: Wer hier bleiben will, lernt Deutsch.

"Krone": Nimmt Wien womöglich mehr Flüchtlinge auf, als es laut Quote müsste?
Häupl: Ich schicke niemanden zum IS zurück. Wien wäre zudem bereit, 150 Familien, 150 unbegleitete Jugendliche und alle Kinder aus Traiskirchen zu betreuen.

"Krone": Jetzt kommt das Tabuthema Häupl- Nachfolge.
Häupl: Das jetzt zu thematisieren, wäre Irrsinn. Ich bin mein eigener Nachfolger.

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20.08.2015, 16:45
Michael Pommer, Kronen Zeitung/red
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