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04.12.2016 - 10:31
Foto: APA/BUNDESHEER/GUNTER PUSCH

"Sind mit einem blauen Auge davongekommen"

18.05.2014, 15:27
Großes Aufatmen in Niederösterreich: Der Katastrophenalarm im Bezirk Lilienfeld konnte nach den starken Regenfällen aufgehoben werden - man sei hier "mit einem blauen Auge" davongekommen, so ein Sprecher des Bezirksfeuerwehrkommandos. Auch in den übrigen heimischen Hochwassergebieten beruhigte sich die Lage weitgehend. Die Feuerwehren waren vor allem noch mit Aufräumarbeiten beschäftigt, die Einsatzdichte ging deutlich zurück.

Die Pegelstände der betroffenen Flüsse in Niederösterreich, die am Freitag durch die heftigen Niederschläge über die Ufer getreten waren, gingen über Nacht weiter zurück. In den vergangenen zwei Tagen sicherten 700 Feuerwehrmitglieder aus dem Raum Lilienfeld und 160 Mann von fünf Katastrophenhilfsdienstzügen rund 1.000 Objekte entlang der Flüsse Traisen, Unrechttraisen und Gölsen.

Insgesamt wurden zwischen 15.000 und 20.000 Sandsäcke befüllt und zu Dämmen geschlichtet. Bereits errichtete oder erweiterte Hochwasserschutzbauten wie etwa entlang der Traisen in Lilienfeld, Schrambach oder Lehenrotte hätten Schlimmeres verhindert, hieß es.

Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner bedankte sich am Sonntag bei allen Feuerwehrmitgliedern in Niederösterreich für ihren Einsatz. Zu Spitzenzeiten standen in den vergangenen Tagen mehrere Tausend Kräfte im Dienst. Die Aufräumarbeiten seien großteils abgeschlossen, so Feuerwehrsprecher Alexander Nittner.

Gefahr von Hangrutschungen und Murenabgängen

Vereinzelt gebe es noch Einsätze. Dabei handle es sich allerdings überwiegend um Reinigungs- und Säuberungsarbeiten der Gerätschaften, welche bald beendet sein sollten. Die Gefahr von Hangrutschungen und Murenabgängen sei jedoch nach wie vor aufrecht. Geologen des Landes sind mit Untersuchungen vor allem in den Bezirken Amstetten, Scheibbs und Lilienfeld beschäftigt.

Burgenland hat erste ruhige Nacht hinter sich

Auch im Burgenland entspannt sich die Situation zunehmend. Die örtlichen Feuerwehren haben laut einem Sprecher der Landessicherzeitszentrale im Hinblick auf das Unwetter die erste ruhige Nacht hinter sich. "Am Samstag wurden von 7 bis 19 Uhr 43, aber von 19 bis 24 Uhr nur noch zwei Einsätze gezählt", so der Sprecher.

Sonntag früh musste die Feuerwehr Kaisersteinbruch noch zu einem Einsatz in Bruckneudorf im Bezirk Neusiedl am See ausrücken. Eine Unterführung stand unter Wasser und musste ausgepumpt werden. Im Laufe des Sonntags seien weitere Einsätze aufgrund von Pumparbeiten wahrscheinlich. Die Betroffenen würden sich meist im Laufe des Vormittags melden bzw. erst dann feststellen, dass beispielsweise der Keller erneut unter Wasser stehe, hieß es.

Entspannung in der Steiermark und in Oberösterreich

Über die Steiermark zog das Unwetter weniger heftig als erwartet hinweg: Zwar kam es zu Überschwemmungen, Hochwasser und Murenabgängen, doch schon am Samstag hatte sich die Lage in weiten Teilen des Bundeslandes wieder entspannt. Vereinzelte Straßensperren nach Hangrutschungen waren am Sonntag noch aufrecht, sorgten aber für keine allzu großen Behinderungen.

Entspannung war am Sonntag auch in Oberösterreich angesagt. In Steyr waren der Enns- und der Ortskai seit der Früh nach einer Sperre wieder frei befahrbar, berichtete die Polizei auf Anfrage. Schon in der Nacht auf Samstag hatte sich die Lage im Bundesland beruhigt, die Feuerwehr war lediglich vereinzelt zu Pumparbeiten ausgerückt.

Stromausfälle in Salzburg

Salzburg blieb vom Unwetter weitgehend verschont. Vermutlich aufgrund der anhaltenden Regenfälle kam es in der Nacht auf Sonntag aber zu kurzfristigen Stromausfällen im Salzburger Pinzgau und Lungau. Rund 25.000 Haushalte waren davon betroffen. "Wir gehen davon aus, dass die Ursache der Stromausfälle wetterbedingt ist", sagte Karin Motzko, Sprecherin des Energieversorgers Salzburg AG. Die Versorgung konnte jedoch "relativ rasch" wieder hergestellt werden.

18.05.2014, 15:27
AG/red
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