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03.12.2016 - 16:52
Das Eis richtete schwere Schäden an den Obstkulturen an.
Foto: APA/LK STEIERMARK

Schneefälle richten über 200 Mio. Euro Schaden an

29.04.2016, 11:12

Die massiven Schneefälle und der Frost in Kärnten und der Steiermark haben nach Berechnungen der Österreichischen Hagelversicherung einen Gesamtschaden von "deutlich mehr als 200 Millionen Euro" in der Landwirtschaft angerichtet. "Innerhalb der letzten 72 Stunden sind mehr als 1400 Schadensmeldungen eingegangen", so der Vorstandschef der Hagelversicherung, Kurt Weinberger, am Freitag.

Auf einer Fläche von mehr als 50.000 Hektar - das entspricht etwa der Ackerfläche Kärntens - seien insbesondere Wein- , Obst- und Ackerkulturen wie Kürbisse, aber auch Spezialkulturen wie Christbäume und Spargel massiv geschädigt worden. Am schwersten betroffen ist demnach die Steiermark, gefolgt vom Burgenland und Niederösterreich. Insbesondere im Wein- und Obstbau kann das exakte Schadensausmaß laut Hagelversicherung aber erst in einigen Wochen definitiv festgestellt werden. Erste Schadenszahlungen für durch Schneedruck beschädigte Hagelnetze seien bereits erfolgt.

Die steirische Landwirtschaftskammer hatte die Schäden am Donnerstag auf bis zu 125 Millionen Euro geschätzt. Agrarlandesrat Hans Seitinger (ÖVP) bezifferte den möglichen Schaden allein bei Wein und Obst auf bis zu 200 Millionen Euro. Für das Burgenland hat die Landwirtschaftskammer von einem Wertschöpfungsverlust in Höhe von 150 Millionen Euro gesprochen.

Etliche Stromleitungen mussten repariert werden.
Foto: APA/ENERGIE STEIERMARK

"Frost- und Schneekatastrophe"

Bauernbund und Landwirtschaftsministerium schätzen die von der "Frost- und Schneekatastrophe" betroffene Fläche in der Steiermark, in Kärnten, im Burgenland und in Niederösterreich auf "mehr als 25.000 Hektar". Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter, Bauernbundpräsident Jakob Auer und Landwirtschaftskammerpräsident Hermann Schultes wollen über das genaue Ausmaß der Schäden und Hilfen für die betroffenen Bauern am Montag in Wien informieren, wie sie am Freitag ankündigten.

29.04.2016, 11:12
AG/red
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