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04.12.2016 - 12:27

Sägen- Opfer: "Es war wie ein elektrischer Schlag"

27.12.2013, 16:00
Das Unglück ist am Sonntagnachmittag in der Steiermark geschehen, nur zwei Tage vor Weihnachten: Der Schlosser und Nebenerwerbslandwirt Alois Frick (54) aus Mitterlaßnitz nahe Graz schnitt wie bereits Hunderte Male zuvor in seinem Leben Brennholz. "Der Holzstoß lag hinter der Kreissäge. Dort bin ich ausgerutscht. Ich wollte mich im Reflex abstützen, bin dabei aber mit der linken Hand genau auf das Sägeblatt gefallen. Es war wie ein elektrischer Schlag." Die Hand war weg - ein Schock.

"Ich habe meine Frau gerufen. Sie war nervöser als ich. Am Boden liegend habe ich die Rettung am Handy zu unserer Adresse gelotst", schildert Frick. Währenddessen musste die Ehefrau die abgetrennte Hand erst suchen. "Wir haben sie dann in ein Plastiksackerl mit Eis gegeben." Der 54- Jährige konnte sogar noch selbst in das Rettungsauto steigen, das ihn in die Grazer Chirurgie brachte.

Zeitfenster von nur sechs Stunden

Dort begann ein zehnstündiger Operationsmarathon, durchgeführt von den Chirurgen Daryousch Parvizi (Bild), David Lumenta und Philipp Lanz. "Der Notarzt leistete gute Vorarbeit", erzählt Parvizi. Besonders wichtig: Es kam zu keinen Verzögerungen. "Man muss rasch für eine Durchblutung sorgen. Das Zeitfenster beträgt nur etwa sechs Stunden."

"Es besteht noch ein Infektionsrisiko"

Um drei Uhr früh dann die frohe Botschaft: Die Hand war wieder angenäht! Und wie es derzeit aussieht, wird sie das auch bleiben: "Die ersten 48 Stunden sind die kritische Phase, die sind gut gelaufen", freut sich Parvizi. "Es besteht aber noch immer ein Infektionsrisiko." Dennoch: In spätestens zwei Wochen soll Frick bereits mit der Therapie beginnen. Wenn es gut läuft, kann er in drei Wochen das Landeskrankenhaus verlassen.

Inwieweit die Hand wieder funktionsfähig wird, kann man erst in sechs bis sieben Monaten abschätzen - je nachdem, wie gut sich die Nerven erholen. "Es wäre das Schönste, wenn ich wieder arbeiten könnte", sagt Frick, der seinen Ärzten sehr dankbar ist: "Eine Meisterleistung! Ich hatte großes Glück, dass mich solche Spezialisten operiert haben."

27.12.2013, 16:00
Jakob Traby, Kronen Zeitung
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