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03.12.2016 - 01:30
Anwalt Stefan Riedler (rechts) will den Fall um den Tod von Albert (links) neu aufrollen.
Foto: Markus Tschepp

Rätsel um tragischen Tod von Albert (17)

10.07.2016, 06:00

Es geschah in der Nacht von 6. auf 7. Juni 2013: Während einer Klassenfahrt in Kärnten verschwand plötzlich ein 17- jähriger Schüler aus Salzburg. Tage später wurde seine Leiche im Ossiacher See gefunden. Die Behörden glauben an einen Unfall. Aber es gibt Indizien, dass der Bub ermordet worden sein könnte.

In der Nacht seines Todes hatten sich Albert Auer und einige seiner Schulkollegen aus ihrer Unterkunft geschlichen, um noch ein wenig in einem Lokal zu feiern. Letztlich blieb der Bursche alleine in dem Wirtshaus zurück. Was danach geschehen ist, gilt bis dato als Rätsel.

Eltern wollen "Wahrheit finden"

Fest steht bloß: Am 12. Juni wurde die Leiche des 17- Jährigen im Ossiacher See entdeckt. Die Theorie der Polizei: Er sei betrunken von einem Steg gestürzt. Seine Eltern - sie hatten Albert einst in Bolivien adoptiert - konnten jedoch niemals an diese Unfallversion glauben.

Mithilfe des Salzburger Anwalts Stefan Rieder und eines Privatdetektivs wollten sie, wie sie sagen, "die Wahrheit finden."

Woher stammen postmortale Verletzungen?

Bei den Recherchen wurden zahlreiche Ungereimtheiten in dem Fall aufgedeckt. Daraufhin: Eingaben bei Gericht, die Causa aufzurollen. "In dem Fall gibt es viele Ungereimtheiten, die endlich geklärt werden müssen. Alberts Eltern haben ein Recht darauf", fordert Rieder.

Jetzt hat der Jurist diesbezüglich abermals einen Antrag gestellt. Denn jene Wasserretter, die den Buben aus dem See geborgen haben, bestätigen nun nämlich, dass bei der Bergung des Opfers keine Verletzungen an dessen Körper entstanden sind. Gerichtsmediziner stellten aber postmortale Schürfwunden fest. Die Frage ist jetzt: Woher stammen sie? Und: Mit wem hat Albert die letzten Stunden seines Lebens verbracht?

10.07.2016, 06:00
Martina Prewein, Kronen Zeitung
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