Werbung
Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
03.12.2016 - 21:58
Foto: APA/GEORG HOCHMUTH

ÖVP- Chef: Freiwillige Spenden statt Reichensteuer

04.06.2014, 10:30
Michael Spindelegger sorgt in der Debatte um eine Steuerreform - und der in diesem Zusammenhang von der SPÖ immer wieder geforderten "Reichensteuer" - wieder einmal für Aufregung: In einem Brief an ausgewähltes, wohlhabendes Publikum lehnt der Vizekanzler "zusätzliche Steuern" für Vermögende ab und bittet diese viel mehr darum, ihr Geld doch freiwillig an Bildungseinrichtungen, wie etwa Universitäten, zu spenden.

"Ich muss Ihren Wunsch nach einer weiteren Steuer, die Sie bezahlen wollen, ablehnen", schreibt der ÖVP- Chef laut einem Bericht des "Kurier" an wohlhabende Österreicher, wie etwa Ex- Siemens- Managerin Brigitte Ederer oder Erste- Group- Chef Andreas Treichl. Im "Profil" hatten sich zuletzt ja einige Vermögende durchaus für höhere Abgaben von Ihresgleichen ausgesprochen. Zusätzliche Einnahmen wären für ihn als Finanzminister zwar "wie Weihnachten und Ostern zugleich", dennoch würde er lieber eine Strukturreform sehen als neue Steuern.

Freiwillige Zahlungen statt neuer Steuern

Spindelegger dazu laut Bericht im O- Ton: "Gerade Sie (...) wissen, dass ein Unternehmen in finanzieller Schieflage nicht durch einen weiteren Kredit (heißt hier wohl Vermögenssteuern, Anm.) gesunden kann. Sie kennen die Lage; und können sie einschätzen - Stichwort Schuldenberg, Hypo- Skandal, auslaufende Finanz- und Staatsschuldenkrise. Noch eine neue Steuer einzuheben (...), kann da nichts gutmachen. Und kann auch niemanden nachhaltig entlasten."

Stattdessen würde er das amerikanische Modell - in dem Reiche etwa freiwillig Sozial- oder Bildungseinrichtungen unterstützen - präferieren. In den USA hätte sich eine Kultur etabliert, in der sich Vermögende "über ihre Steuerleistung hinaus mit großen Summen für das Wohl der Gemeinschaft engagieren, indem sie die Forschung unterstützen", so Spindelegger. Aber auch im Bereich der Entwicklungshilfe könnte so der Staat entlastet werden, indem die Angesprochenen "mit einer Zuwendung für die Arbeit an der Weiterentwicklung benachteiligter Regionen der Welt helfen, die humanitäre Tradition unseres Landes aufrecht zu erhalten".

Spindelegger präsentierte Sparkonzept

Erst am Dienstag hatte Spindelegger die Einführung einer Millionärsabgabe mit einem Sparkonzept gekontert. Demnach sollte vor allem durch Vereinfachung in der Verwaltung, Anhebung des faktischen Pensionsalters, Einsparungen bei der Infrastruktur (Stichwort: ÖBB) und Lichtung des "Förderungsdschungels" sowie des Steuersystems Geld für den Staat eingespart werden (siehe dazu auch Story in der Infobox).

04.06.2014, 10:30
red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum