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05.12.2016 - 20:14
Erhard Busek findet Andreas Khol "zu alt", um noch als Bundespräsident zu kandidieren.
Foto: APA/GEORG HOCHMUTH

ÖVP- Ärger über Buseks Unterstützung für Griss

14.04.2016, 19:28

Für gehörigen Unmut innerhalb der ÖVP hat der frühere Bundesparteivorsitzende Erhard Busek mit seiner Beurteilung des Bundespräsidentschaftskandidaten Andreas Khol sowie der Unterstützung für die Unabhängige Irmgard Griss gesorgt. Die ÖVP- Burgenland fordert Busek wegen des "parteischädigenden Verhaltens" sogar zum Parteiaustritt auf.

Khol sei für ihn keine Option - aus einem ganz einfachen Grund: "Er ist zu alt für das Geschäft", so Busek am Donnerstag. Er ist dagegen, jemanden ins Rennen um die Hofburg zu schicken, von dem nicht sicher sei, ob er zwei Amtsperioden (zwölf Jahre, Anm.) durchhalte. Das sei ein "Fehler" der ÖVP- Führung.

Busek würde Van der Bellen gegen Hofer unterstützen

Im Unterschied zu Khol findet der frühere ÖVP- Chef die ehemalige OGH- Präsidentin als geeignete Kandidatin für die Hofburg. Griss' Eintreten für ein "starkes Europa" ist für Busek denn auch die Hauptmotivation, sie zu unterstützen. Er hielt aber zugleich fest: "Ich gebe keine Wahlempfehlungen ab." Zuvor hatte der 75- Jährige für den Fall einer Stichwahl zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer angekündigt, für den ehemaligen Grünen- Bundessprecher, der aber diesmal als Unabhängiger antritt, stimmen zu wollen.

ÖVP- Abgeordnete Gabriele Tamandl zeigte sich fassungslos und postete einen wütenden Kommentar auf Facebook: "Mir gehen die Zurufe vom Politischen Ausgedinge schon so auf den Wecker. Busek gehört mE aus der ÖVP ausgeschlossen! Mehr parteischädigendes Verhalten geht nicht mehr!!!" Tamandl wäre laut ihrem Posting "ein fähiger, kompetenter alter Bundespräsident lieber als ein junger unfähiger und inkompetenter, der/die von Politik nichts versteht!!".

ÖVP: "Nicht das erste Mal parteischädigendes Verhalten"

Der burgenländischen Volkspartei reicht es nun offenbar. Sie fordert den Parteiaustritt des 75- Jährigen. Nicht das erste Mal lege Busek ein "eindeutig parteischädigendes Verhalten" an den Tag, erklärte Landesparteiobmann Thomas Steiner in einer Aussendung. "Dies ist entsprechend dem ÖVP- Statut ein klarer Grund für einen Parteiausschluss", so Steiner.

Wenn Busek "einen letzten Funken Anstand" habe, lege er die Parteimitgliedschaft von sich aus zurück, stellte Steiner fest: "Tut er das nicht, was zu befürchten ist, werde ich in der nächsten Bundesparteivorstandssitzung einen entsprechenden Antrag einbringen. Denn was sich Herr Busek im Zusammenhang mit der Bundespräsidentenwahl geleistet hat, ist unerträglich."

McDonald: "Lassen uns nicht vom Wahlkampf ablenken"

Generalsekretär Peter McDonald merkte an, dass sich die ÖVP durch solche "Illoyalitäten" "nicht vom Wahlkampf ablenken" lasse. Zur Ankündigung der burgenländischen Parteifreunde, den Ausschluss des ehemaligen Parteichefs zu beantragen, wenn dieser nicht von selbst die Mitgliedschaft zurücklegt, nahm er allerdings nicht Stellung.

14.04.2016, 19:28
krone.at/AG
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