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19.02.2017 - 20:53
Foto: Sepp Pail

Nach Mord an Steirer: Leichenteile geborgen

10.06.2014, 19:58
Bei der Suche nach der zerstückelten Leiche im Fall eines 54-jährigen Bankkunden, der von seinen Beratern in Graz umgebracht worden sein dürfte, gab es am Dienstag offenbar einen Durchbruch. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft bestätigten, fanden Taucher in der Mur bei Frohnleiten einen Betonkübel, der auf die Beschreibung von einem der Verdächtigen passt. Wenig später wurde ein zweites ausbetoniertes Gefäß entdeckt. Die Suche soll am Mittwoch fortgesetzt werden.

Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Graz, Hansjörg Bacher, mitteilte, wurden Taucher des Sondereinsatzkommandos Cobra, unterstützt von der Feuerwehr, nördlich von Frohnleiten zu Mittag fündig. Trotz der noch immer starken Strömung gelang es, ein Behältnis an Land zu bringen.

Polizei schließt weitere mögliche Funde nicht aus

Die Suche durch Polizeitaucher wurde dann am Abend eingestellt, nachdem ein weiteres Geföß, eine rechteckige Plastikwanne, geborgen wurde. Nicht auszuschließen sei, dass weitere Gebinde versenkt wurden, die aufgrund der starken Strömung abgetrieben worden seien oder sich aufgelöst haben. Am Mittwoch werde an einer weiten Stelle in der Mur in Graz, die von einem der Tatverdächtigen genannt wurde, weitergesucht.

Der Fundort des ersten Kübels lag in der Flussmitte direkt unter einer Brücke, was darauf hindeute, dass die Entsorgung der mit einem Auto hierher geschafften Gebinde von der Brücke aus passierte. Bei der Bergung war auch Eva Scheurer, die Leiterin des Ludwig- Botzmann- Instituts für Klinisch- Forensische Bildgebung an der Med- Uni Graz, dabei. Die nähere Untersuchung wird am Institut stattfinden. Dann wird es Klarheit darüber geben, ob die vermutlich sichergestellten sterblichen Überreste dem 54- jährigen Opfer zuzuordnen sind.

Killer- Banker planten Mord detailliert

Der Mord an dem 54- jährigen Steirer war am 25. Mai bekannt geworden, unmittelbar nach der Verhaftung der beiden Verdächtigen, 23 und 29 Jahre alt. Laut Ermittlungen hatten die beiden Angestellten einer ausländischen Bank ihren 54- jährigen Kunden bereits im Februar in Graz bei seiner Wohnung in Wetzelsdorf abgeholt. Sie sollen ihn noch im Auto mit einer Schnur erdrosselt haben und anschließend die Leiche in einem eigens angemieteten Container zerlegt haben. Die Teile wurden in Beton eingegossen und weggeschafft.

Das Motiv soll die Vertuschung einer Veruntreuung gewesen sein: Die Verdächtigen dürften rund 80.000 Euro von zwei Sparbüchern des Mannes abgezweigt haben. Als der 54- Jährige das bemerkte und sie zur Rede stellte, war dies sein Todesurteil.

Die Informationen darüber, wohin die zerstückelte und in Betonkübel eingegossene Leiche gebracht wurde, stammt vom jüngeren der beiden mutmaßlichen Täter, der bei dem Verbrechen nur passiv beteiligt gewesen sein will. Der 29- jährige, von ihm schwer belastete mutmaßliche Komplize bestritt bisher den Mord.

10.06.2014, 19:58
AG/red
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