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24.05.2017 - 22:09
Rettungseinsatz am Hochkar
Foto: APA/ÖAMTC/UNBEKANNT

Lawine am Hochkar: Fahndung nach Verursachern

01.02.2015, 09:43
Die Lawine am Hochkar, durch die Samstagmittag ein Skifahrer schwer verletzt worden ist, wurde nach Angaben der Landespolizeidirektion und des Bergrettungsdienstes von zwei Variantenfahrern ausgelöst. Die Verursacher seien geflüchtet, ohne dem Mann Hilfe zu leisten.

Bei dem Opfer handelt es sich um einen 30- Jährigen aus dem Bezirk St. Pölten. Der Skifahrer war teilverschüttet worden. "Christophorus 10" habe den Mann ins Landesklinikum Amstetten geflogen, wo eine Unterschenkelfraktur festgestellt worden sei, berichtete die Polizei.

Unfallopfer sah zwei Skifahrer oberhalb seiner Position

Zum Unfallhergang hieß es, dass die von dem Schneebrett getroffene "schwarze Piste 8" (Karabfahrt) gesperrt gewesen sei. Absperrbänder und Hinweistafeln sowie gelb blinkende Warnleuchten hätten darauf hingewiesen. Nachdem der 30- Jährige im Hang stehen geblieben war, habe er oberhalb zwei weitere Personen bemerkt. Durch die in der Folge ausgelösten Lawine wurden laut Polizei alle drei Skifahrer mitgerissen. Nur der 30- Jährige sei teilverschüttet worden.

Schneebrett hatte Gesamtlänge von 336 Metern

Der Lawinenkegel hatte ein Ausmaß von 22 Metern Breite und 85 Metern Länge. Die Gesamtlänge des Schneebretts wurde von der Polizei mit 336 Metern - von der Anrisskante bis zur Endlage - angegeben. Die Lawine sei zur Gänze auf der gesperrten Piste "8" zum Stillstand gekommen.

In den niederösterreichischen Bergen herrschte am Sonntag unverändert erhebliche Lawinengefahr. In den Ybbstaler und Türnitzer Alpen sowie im Rax- Schneeberggebiet galt weiterhin Stufe 3. Die Situation "wird sich nur langsam entspannen", berichtete der Lawinenwarndienst.

Toter in Vorarlberg, Situation weiterhin heikel

Auch in Vorarlberg und Tirol ist die Lawinensituation weiterhin heikel. In Vorarlberg herrscht oberhalb von 1.600 Metern erhebliche Lawinengefahr der Stufe 3, in Tirol oberhalb von 2.000 Metern. Nur Personen mit entsprechender Ausbildung und ausreichender Erfahrung sollten sich in den freien Skiraum wagen, betonten die Experten vom Lawinenwarndienst am Sonntagvormittag.

In Vorarlberg und Tirol waren am Samstag ebenfalls mehrere Lawinen niedergegangen. In Damüls kam dabei ein 44- jähriger Mann ums Leben, in Matrei in Osttirol konnte ein 34- jähriger Heeresbergführer noch rechtzeitig ausgegraben und geborgen werden . Er kam mit einer Beinverletzung davon.

01.02.2015, 09:43
AG/red
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