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09.12.2016 - 18:42
Kripo-Chef Gottlieb Türk zieht nach dem Mord am Parkplatz des Schlosses Mageregg eine erste Bilanz.
Foto: Klaus Kreuzer, Uta Rojsek-Wiedergut

Kripo- Chef: "Der Täter hatte von Anfang an Angst"

06.11.2014, 07:53
Es waren 40 Stunden, die gut 100 Polizisten an die Grenzen der physischen und psychischen Belastbarkeit gebracht haben: die Jagd auf den mutmaßlichen Todesschützen von Schloss Mageregg im Norden Klagenfurts. Einsatzleiter Gottlieb Türk zieht im "Krone"-Interview eine erste Bilanz.

"Krone": Sind Sie schon ausgeschlafen nach diesem Einsatz?
Gottlieb Türk: Ausgeschlafen ja, aber die Verarbeitung des Falles wird noch länger dauern. Dieser Einsatz ging allen an die Substanz - vor allem jenen Kollegen, die an der Front gewesen sind. Sie mussten ständig mit einer Konfrontation mit dem bewaffneten Täter rechnen.

"Krone": Wie war der Moment, als er in Haft war?
Türk: Man hätte in der Einsatzzentrale eine Stecknadel fallen hören. Es fiel allen ein Stein vom Herzen. Es hätte ja sein können, dass er sich nicht widerstandslos festnehmen lässt. Wir waren bis zum Schluss angespannt.

"Krone": War es für Sie vorhersehbar, dass er nach dieser Nacht im Wald aufgeben wird?
Türk: Sagen wir so: Die Wahrscheinlichkeit war sehr hoch, dass die Nacht dem Täter an die Substanz geht, zumal wir einen hohen Fahndungsdruck auf ihn ausgeübt haben. Diese Taktik ist voll aufgegangen. Der Täter gab später an, dass er von Anfang an Angst hatte, dass wir ihn gleich haben, weil er überall Polizei und Hubschrauber sah.

"Krone": Wie war es möglich, dass der Täter in den Wald flüchten konnte, wenn man doch seine Spur permanent verfolgt hatte?
Türk: Wir haben alle möglichen Techniken eingesetzt, aber es gibt Grenzen. Nur ein Beispiel: Unser Hubschrauber ist ein wahres Goldstück, aber im Nebel sieht die Besatzung halt nichts.

"Krone": Wie gefährlich war der Täter wirklich einzustufen?
Türk: Es gab immer wieder Hinweise, dass der Täter mehrere Waffen bei sich haben könnte. Es war auch möglich, dass er in seiner Lage eine Geisel nimmt.

"Krone": Dennoch haben einzelne Bürger selbst bei der Jagd helfen wollen. Wie war das?
Türk: Das haben wir sofort unterbinden müssen, denn das Vorgehen auf eigene Faust ist zu gefährlich. Auf der anderen Seite waren wir für jede Beobachtung aus der Bevölkerung sehr dankbar.

"Krone": Sie waren bei der Einvernahme des Täters dabei, welchen Eindruck haben Sie?
Türk: Ich kann sagen: Er ist geständig und sehr kooperativ.

"Krone": Deutet alles darauf hin, dass die Tat geplant war?
Türk: Das wird das Thema der Gerichtsverhandlung sein, da will ich nicht vorgreifen.

06.11.2014, 07:53
Christian Rosenzopf, Kronen Zeitung/red
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