Werbung
Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
26.04.2017 - 21:07
Luchs "Jago" ist verschwunden.
Foto: APA/NATIONALPARK KALKALPEN/UNBEKANNT

Krimi um verschwundene Luchse in Oberösterreich

10.04.2015, 12:13
Im oberösterreichischen Nationalpark Kalkalpen ist ein Luchs verschwunden - und das bereits zum mittlerweile zweiten Mal innerhalb von knapp zwei Jahren: Nach "Juro" fehlt nun auch jede Spur von seinem Sohn "Jago", wie der Nationalpark auf seiner Facebook-Seite mitteilt. Der Verdacht illegaler Abschüsse steht im Raum. Nationalpark-Direktor Erich Mayrhofer deutete an, dass seine schlimmsten Erwartungen übertroffen werden könnten.

Das Landeskriminalamt ermittelt bereits seit längerer Zeit in dem Luchs- Krimi. Mayrhofer hatte in der Vergangenheit mehrmals den Verdacht geäußert, dass Luchse illegal abgeschossen werden. Bis jetzt fehlte es aber immer an Beweisen. "Jetzt sind wir an der Schwelle, wo erste Beweise auftreten", sagte er am Freitag kryptisch. Details wollten weder er noch ein zuständiger Ermittler verraten, um die Polizeiarbeit nicht zu behindern. Es dürfte aber um den Verdacht illegaler Abschüsse außerhalb des Nationalparks gehen, wenn die Männchen auf ihren Wanderungen das Schutzgebiet verlassen.

"Juro" wurde im Juni 2013 das letzte Mal gesehen.
Foto: APA/NATIONALPARK KALKALPEN/UNBEKANNT

"Freia" und "Kora" fehlt es an potenten Partnern

Das Luchs- Programm im Nationalpark kämpft seit Längerem mit Männchenschwund, den beiden weiblichen Samtpfoten "Freia" und "Kora" fehlt es an potenten Partnern: Altluchs "Klaus" wurde zuletzt Anfang 2012 gesehen, der aus einem Tierpark entlaufene "Pankraz" ist ebenfalls verschwunden. Große Hoffnungen in Sachen Nachwuchs ruhten daher auf Juro - doch auch von ihm fehlt seit Juni 2013 jede Spur. Und nun ist auch Sohn"Jago, der sein Revier übernommen hatte, nicht mehr auffindbar.

Jago sei im Vorjahr innerhalb von drei Monaten siebenmal in eine Fotofalle getappt, seit April 2014 aber kein einziges Mal mehr. Nicht einmal zur Paarungszeit im Februar und März sei er aufgetaucht, heißt es auf der Facebook- Seite. "Niemals würde er die Weibchenreviere freiwillig aufgeben", heißt es.

Fehlende Aufnahmen aus Fotofallen lassen Schlimmes vermuten

Im Nationalpark sind 50 Kameras installiert, das Aufstellen der Fotofallen an den richtigen Stellen funktioniere durch das langjährige Monitoring immer besser, erklärte Mayrhofer. Dass es keinen einzigen Treffer gebe, lasse Schlimmes vermuten. Zwar sei es durchaus möglich, dass die Männchen auf ihren ausgedehnten Streifzügen bis ins Wildnisgebiet Dürnstein oder ins Gesäuse wandern, aber auch dort seien sie nicht aufgetaucht.

Zuletzt wurde eine Auswilderung eines Wildfangs aus der Slowakei oder aus Slowenien überlegt. Im Vorjahr hat die zuständige Arbeitsgruppe "LUKA" (Luchs Kalkalpen), bestehend aus Naturschutzbund, Jägerschaft, Nationalpark, Bundesforsten und WWF, aber entschieden, noch abzuwarten. Heuer wird erneut über das Thema beraten, bis Juni sind drei "LUKA"- Sitzungen geplant.

10.04.2015, 12:13
AG/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum