Werbung
Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
05.12.2016 - 10:32

Hypo- Ermittler sollte bei Attentat sterben

27.10.2014, 17:00
Mordanschlag auf einen der hartnäckigsten Ermittler im Hypo-Krimi: Der Journalist Domagoj Margetic (40) sollte vor seinem Haus in Zagreb mit einem Ziegelstein erschlagen werden - ein Schuss aus seiner Gaspistole rettete ihn. Margetic dokumentiert seit Jahren die Deals der Balkanmafia mit der Hypo-Alpe-Adria-Bank.

"Ja, ich habe Angst. Die Morddrohungen - wie zuletzt auch in Belgrad - haben mich nicht eingeschüchtert. Aber das jetzt gibt mir schon zu denken", schildert Margetic im Gespräch mit der "Krone" das Attentat vor seinem Haus im Zentrum der kroatischen Hauptstadt Zagreb: "Es war kurz vor 22 Uhr, ich sperrte die Haustüre auf, als ich von hinten angegriffen wurde. Es war ein großer Ziegelstein, der mich im Genick traf. Ich fiel zu Boden. Der Täter schlug weiter auf mich ein. Ich kam mit der Hand irgendwie zu meiner Gaspistole, die ich seit den Drohungen immer bei mir trage - und schoss. Der Täter lief davon. Er wusste ja nicht, ob die Waffe mit scharfer Munition geladen ist."

"Die wollten mich jetzt stoppen"

Die kroatische Polizei hat ein Phantombild des Attentäters, denn er wurde bei seiner Flucht von einer Überwachungskamera vor einer Apotheke gefilmt. Für den Journalisten, der bereits seit Jahren die Machenschaften kroatischer und serbischer Gruppen mit der Hypo Alpe Adria auffliegen lässt, ist das Motiv für den Anschlag klar: "Die wollten mich jetzt stoppen."

Auch bei seinem jüngsten Besuch in Belgrad war er bedroht worden. "Einflussreiche Kreise" hätten kein Interesse, dass die Öffentlichkeit mehr über einen besonders brisanten Fall erfährt: So sei auch das Vermögen von Serbiens Ex- Präsident Slobodan Miloševic, der während des Kriegsverbrechertribunals in Den Haag 2006 in der Haft verstorben ist, über dunkle Kanäle zur Hypo geflossen.

Journalist belastete Bank vor EU- Parlament

Die Recherchen von Margetic werden auch in Brüssel ernst genommen. In einem Vortrag vor dem EU- Parlament stellte er seinen Bericht mit diesem Titel vor: "Organisiertes Verbrechen und Geldwäsche in der Hypo- Alpe- Adria- Bank."

Darin stellt er die Frage, woher die vielen Milliarden in der Hypo- Bilanzsumme kämen - denn diese war von 1,87 Milliarden Euro (1992) flott auf 24,23 Milliarden Euro (2005) angestiegen. Und Margetic liefert auch eine - mögliche - Antwort: "Es ist Schwarzgeld aus Waffenschmuggel, Drogenschmuggel, Öl- und Giftmüll- Schmuggel."

Hier  finden Sie das brisante Dossier als PDF- Datei. Lesen Sie außerdem: Das Bestechungs- Geständnis  im Fall Hypo.

27.10.2014, 17:00
Richard Schmitt, Kronen Zeitung/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum