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Foto: APA/Herbert Neubauer / Video: APA

Handgranatenmord während Familienausflug nach Wien

31.07.2014, 08:28
Nach dem Handgranatenmord im Wiener Bezirk Ottakring im Jänner ist die Anklageschrift nun fertig - und enthüllt auch weitere Details rund um die Ermordung eines Oberösterreichers sowie eines Deutschen. So soll der 35-jährige mutmaßliche Haupttäter Kristijan H. einen Ausflug mit Frau und Kind nach Wien genutzt haben, um seine missliebigen Geschäftspartner aus dem Weg zu räumen. Eines der Opfer starb damals durch Pistolenschüsse, das zweite durch eine Handgranate. Der Prozess um den spektakulären Kriminalfall beginnt im Herbst.

Im Mittelpunkt der Affäre steht - wie bereits mehrfach berichtet - Kristijan H. (35), ein Geschäftsmann aus Salzburg. Er war 2013 an lukrativen Geschäften mit illegal importiertem Dieselöl beteiligt - was in wenigen Monaten 600.000 Euro Gewinn in Form von nicht bezahlten Steuern gebracht haben soll.

Angst vor Enttarnung als Mordmotiv

Der Plan sah vor, dass ein Geschäftspartner, der Deutsche Waldemar W., den Behörden gegenüber als Strohmann auftrat. Nach Abschluss des Handels sollte er untertauchen und das Land verlassen - doch er blieb in Wien. Kristijan H. befürchtete daraufhin, enttarnt zu werden. Laut Anklage war das das Mordmotiv.

Waldemar W. und Zlatko N., ein weiterer Beteiligter am Ölhandel, wurden am 11. Jänner zu einem Treffpunkt nach Wien gelockt. Zlatko N. wurde erschossen. Weil danach die Waffe versagte, soll Kristijan H. dem Deutschen die Handgranate vor die Füße geworfen haben.

Hauptverdächtiger ist geständig

Der Salzburger ist als unmittelbarer Täter angeklagt, seine Schwester und ein Geschäftspartner sollen an der Tat beteiligt gewesen sein. Nur Kristijan H. hat sich bisher geständig gezeigt - "und wird auch im Prozess bei dieser Aussage bleiben", so sein Anwalt Philipp Winkler.

31.07.2014, 08:28
Kronen Zeitung/red
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