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10.12.2016 - 01:55
Das beliebte Lokal "Flex" am Wiener Donaukanal
Foto: APA/Georg Hochmuth

"Flex": Offene Forderungen von über 500.000 Euro

27.11.2014, 09:48
Weiter Zittern um das Szenelokal "Flex": Die Frist zur Einbringung ausstehender Forderung gegen den Verein, der das im Oktober wegen Zahlungsschwierigkeiten in die Schlagzeilen geratene Wiener Donaukanallokal betreibt, ist abgelaufen. Das Konkursverfahren läuft weiter, ein Sanierungsverfahren wurde eingeleitet. Der Besitzer bleibt trotz offener Forderungen von über 500.000 Euro dabei: "Das 'Flex' wird hundertprozentig weitergeführt."

"Insgesamt bestehen offene Forderungen in der Höhe von etwa 552.000 Euro", so Masseverwalter Michael Lesigang: "Am Montag findet die Prüfungstagsatzung beim Handelsgericht Wien statt: Wenn eine Mehrheit der Gläubiger dem Sanierungsplan zustimmt, kann der Betrieb im 'Flex' weiter fortgeführt werden." Sollte sich keine Mehrheit finden, bedeutet das auch das Aus fürs "Flex". Konkret sieht der Sanierungsplan vor, dass 20 Prozent der Forderungen binnen zwei Jahren befriedigt werden - finanziert aus der Fortführung des Lokals mit 24 Dienstnehmern.

Statt 8.552,64 Euro nun doch 552.000 Euro Schulden

Das Insolvenzverfahren war über das "Flex" bereits im Oktober von Amts wegen eingeleitet worden. Betreiber Thomas Eller hatte zu dem damaligen Zeitpunkt noch behauptet, dass die einzigen ausstehenden Forderungen jene Schulden seien, die er "aus Versehen" zu spät an die GKK gezahlt hatte. Konkret war von einer Summe in der Höhe von 8.552,64 Euro die Rede. "Liebe Freunde des 'Flex', die medial herumspukenden Gerüchte über einen 'Flex'- Konkurs sind falsch. Anbei der Beweis, dass das Gericht das Verfahren, weil wir eine Gebietskrankenkassa- Rechnung übersehen haben, eingestellt hat", hatte der "Flex"- Chef damals auf der Facebook- Seite des Szenelokals geschrieben und dazu einen Beschluss des BG Leopoldstadt über ein eingestelltes Exekutionsverfahren gepostet .

"Das Flex wird hundertprozentig weitergeführt"

Eller gibt sich gegenüber der "Krone" zuversichtlich: "Die hohe Summe an offenen Forderungen in der Höhe von etwa 500.000 Euro erklärt sich ganz einfach daraus, dass aufgrund des eingeleiteten Insolvenzverfahrens einfach alle offenen Forderungen, auch alle gesicherten Kredite, automatisch fällig gestellt wurden. Zum größten Teil sind das Kredite, die 2008 im Zuge des 'Flex Cafe'- Neubaus entstanden sind, ohne Insolvenzverfahren wären die einfach weitergelaufen." Und weiter: "Ich mache mir überhaupt keine Sorgen. Es klingt alles hochdramatisch, aber das 'Flex' wird hundertprozentig weitergeführt, das Gutachten des Masseverwalters ist auch durchwegs positiv."

27.11.2014, 09:48
Anna Richter- Trummer, Kronen Zeitung/red
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