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08.12.2016 - 08:19
Beim ersten Großbrand wurde der Scheunentrakt des Anwesens ein Raub der Flammen.
Foto: ZOOM-TIROL

Feuerteufel soll auch Elternhaus abgefackelt haben

30.10.2015, 07:17
Zwei Großfeuer binnen drei Monaten und mehrere kleinere Brände: Das, was sich viele Bewohner von St. Ulrich am Pillersee in Tirol schon länger dachten, wird nun von der Polizei bestätigt. Im Ort wütete ein Feuerteufel - ein 23-jähriger Verdächtiger wurde jetzt verhaftet. War er es tatsächlich? Hat er sogar sein Elternhaus abgefackelt?

Alles begann relativ harmlos im Juni. Damals waren es nur ein paar Sonnenschirme auf der Terrasse eines Restaurants, die in Flammen aufgingen. Bereits damals geriet ein 23- Jähriger in den Fokus der Polizei. "Er hat die Brände immer entdeckt und selbst gelöscht - teilweise auch die Feuerwehr alarmiert -, und das unabhängig von der Tageszeit", schildert Brandermittler Markus Hammerl vom LKA Tirol.

Drei Monate später brannte der benachbarte "Frandl"-Hof lichterloh.
Foto: ZOOM-TIROL

Elternhaus in Flammen

Dabei war aber "nur" von Sachbeschädigungen die Rede. Richtig ernst wurde es dann aber in der Nacht zum 7. Juli: Im Ortsteil Flecken kam es bei einem Bauernhaus zu einem Großbrand. Alle Feuerwehren der Pillerseegemeinden sowie jene von St. Johann, Kirchdorf und Kitzbühel waren mit 180 Kräften und 25 Fahrzeugen im Einsatz. Der Scheunentrakt wurde komplett vernichtet. Menschen und Tiere kamen glücklicherweise nicht zu Schaden. Pikant: Das Gebäude gehörte den Eltern des besagten 23- Jährigen - und dieser soll dort auch gewohnt haben.

Am 10. Oktober, kurz nach 4 Uhr in der Früh, dann erneut Alarm in St. Ulrich: Drei Monate nach dem Großfeuer im Weiler Flecken brannte der benachbarte Hof "Frandl" weitgehend ab. 160 Feuerwehrmänner waren im Einsatz. Eine ältere Frau konnte gerade noch rechtzeitig aus dem Bett vor den Flammen flüchten. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wollte im Ort wohl niemand mehr so recht an einen Zufall glauben - auch die Polizei nicht.

23- Jähriger schweigt

"Von Anfang an haben sich diverse Umstände ergeben, die auf den 23- Jährigen als möglichen Täter massiv hingedeutet haben", erklärt Hammerl. Zunächst hatte der junge Mann noch Ausreden parat, diese hätten sich jedoch zerschlagen. Am Dienstag klickten schlussendlich die Handschellen. Der Verdächtige wurde in die Justizanstalt Innsbruck eingeliefert - er schweigt.

30.10.2015, 07:17
Hubert Rauth, Kronen Zeitung/red
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