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11.12.2016 - 04:25
Foto: APA/Herbert Pfarrhofer

Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet

30.07.2014, 14:03
Nachdem eine 45-jährige Deutsche am Montagnachmittag im Tiroler Stubaital von einer Kuhherde attackiert und getötet worden war, hat die Staatsanwaltschaft Innsbruck ein Verfahren gegen unbekannte Täter wegen des "Anfangsverdachts" der fahrlässigen Tötung eingeleitet. Da der Vorfall nach derzeitigem Stand allerdings nicht einer bestimmten Person zurechenbar ist, werde der betroffene Landwirt zurzeit nicht als Beschuldigter geführt, hieß es.

Die Obduktion der Toten habe ergeben, dass die Frau zu Tode getrampelt wurde, erklärte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Thomas Willam, am Mittwoch. Der Druck auf den Brustkorb der Wanderin sei letztlich zu groß gewesen. Zwar zeigte die Untersuchung der Leiche auch, dass die 45- Jährige von Hörnern der Kühe getroffen worden war - dies sei allerdings nicht todesursächlich gewesen, so der Sprecher.

Laut Willam geht man davon aus, dass die Ermittlungen der Polizei in rund zwei Wochen abgeschlossen sein werden. Bis dahin würden unter anderem noch mehrere Personen einvernommen. Sobald die Staatsanwaltschaft alle Vernehmungsprotokolle auf dem Tisch habe, werde die Behörde abschließend beurteilen, ob der Vorfall tatsächlich einer bestimmten Person zurechenbar ist oder nicht. Derzeit sei dies nicht der Fall, hieß es.

"Vier Pfoten": "Kuhherden generell meiden"

Unterdessen ist eine Debatte über mögliche Konsequenzen aus dem tragischen Vorfall ausgebrochen. Der Tiroler Landwirtschaftskammerpräsident Josef Hechenberger lud zu einem runden Tisch, bei dem über Regeln gesprochen werden soll, wie sich Wanderer auf Almen am besten verhalten sollen.

Der Tierschutzverein "Vier Pfoten" riet indes in einer Aussendung, Kuhherden generell zu meiden. "Kühe haben einen sehr starken Mutterinstinkt", erklärt Irina Fronescu, Kampagnenmitarbeiterin von "Vier Pfoten".

Daher gelte als erste Regel: Wenn Wanderer Muttertiere mit ihren Kälbern sehen, sollten sie einen großen Bogen um die Herde machen. Viele Zwischenfälle, bei denen Wanderer verletzt werden, hätten auf diese Weise vermieden werden können. Sei die Überquerung einer Weide unvermeidlich, rät die Tierschutzorganisation, sich ruhig zu verhalten und begleitende Hunde unbedingt anzuleinen.

Wanderin 45 Minuten lang reanimiert

Die 45- Jährige war in dem eingezäunten Bereich mit ihrem Hund auf einem Wanderweg unterwegs, als die Tiere plötzlich seitlich auf sie zuliefen. Die Frau wurde an Ort und Stelle rund 45 Minuten lang reanimiert, erlag jedoch schließlich ihren schweren Verletzungen. Nach Angaben der Exekutive hatte es die Herde vermutlich auf den angeleinten Hund der Frau abgesehen. Das Tier soll sich laut einem Zeugen zuvor aber nicht aggressiv den Kühen gegenüber verhalten haben.

30.07.2014, 14:03
AG/red
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