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04.12.2016 - 11:23
Foto: APA/BARBARA GINDL

Dreiste Betrüger ergaunern von Trauernden Geld

11.02.2015, 08:01
Mit einer ganz gemeinen Masche treiben hinterhältige Ganoven jetzt ihr Unwesen in Oberösterreich: Sie schicken fingierte, aber täuschend echt gemachte Traueranzeigen an die Hinterbliebenen und wollen dafür 456 Euro abkassieren. Ein Bestatter aus Neuhofen an der Krems zeigte die Betrügerei jetzt an, bislang haben sich schon drei Opfer bei der Polizei gemeldet.

"So eine gemeine Betrügermasche ist uns bislang noch nicht bekannt gewesen", sagt Petra Datscher von der Landespolizeidirektion. Und die noch unbekannten Gauner gehen ganz dreist vor: Während die Hinterbliebenen noch um ihre Lieben trauern, flattert ihnen ein Brief ins Haus. Absender ist die Firma "Traueranzeiger", die im Auftrag eines ortsansässigen Bestattungsinstitutes eine Rechnung in Auftrag stellt - für eine Traueranzeige, die auch im Internet verbreitet würde.

Aufgeflogen ist die Masche nur, weil Betroffene aufgeregt bei Paul Oberhuber vom gleichnamigen Bestattungsinstitut in Neuhofen an der Krems angerufen haben: "Die Leute fragten, warum sie noch was bezahlen sollen, das hätten sie ja schon erledigt. Da bin ich dann zu ihnen gefahren und hab' mir die Briefe genau angeschaut."

"Alles ist sehr professionell gemacht"

"Alles ist sehr professionell gemacht, alles ist genau aufgeschlüsselt, allerdings mit einem kleinen Datumsfehler, nämlich dem 2. März 2015", weiß nun der Unternehmer. Er zeigte die Gaunerei an. Bisher sind drei Opfer bekannt, eine Witwe ist auf die gemeine Betrügermasche reingefallen und hat die geforderten 456 Euro an ein vorgetäuschtes deutsches Konto mit spanischem IBAN überwiesen. Schließlich wurde sie im Trauerbrief aufgefordert, den Betrag binnen fünf Tagen nach Erhalt zu entrichten, "sonst könnten bei verspäteter Zahlung zusätzliche Kosten entstehen".

"Es ist ganz, ganz schlimm mit Menschen, die sich in einer Ausnahmesituation befinden und in Trauer sind, so etwas Gemeines zu machen", ist Oberhuber schockiert und hofft, dass die Täter bald erwischt werden.

11.02.2015, 08:01
Johannes Nöbauer, Kronen Zeitung/red
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