Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
25.09.2017 - 01:51
Foto: APA/H. PFARRHOFER, AFP, thinkstockphotos.de, Krone.at-Grafik

Doskozil warnt vor schleichender Islamisierung

27.06.2017, 11:16

Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) blickt angesichts der aktuellen weltpolitischen Entwicklung sorgenvoll auf den Balkan und sieht die Gefahr einer "schleichenden Islamisierung". "Das Gewicht der EU auf dem Balkan schwindet. Dagegen bauen die Türkei und Saudi- Arabien ihren Einfluss aus", meint Doskozil in einem Interview mit der Online- Ausgabe der deutschen Tageszeitung "Die Welt".

Vor allem im Kosovo, in Albanien und Serbien gewinne die Türkei zunehmend an Einfluss. Vor diesem Hintergrund warnt der österreichische Minister die NATO davor, im Rahmen ihrer Missionen am Balkan mehr türkische Kontingente zuzulassen. Gleichzeitig mahnt Doskozil Deutschland und andere Staaten der Militärallianz, ihr Engagement in der Region zu intensivieren. Denn ein türkisches Übergewicht könne nicht im Interesse der Europäer liegen.

Türkei blockiert österreichische NATO- Kooperation

Österreich selbst ist nicht NATO- Mitglied, stellt aber im Rahmen der Partnerschaft für den Frieden Hunderte Bundesheersoldaten in Bosnien- Herzegowina und dem Kosovo. Über deren Einsatz ist zuletzt ein Streit zwischen Ankara und Wien entbrannt. Als Reaktion auf die kritische Haltung der Bundesregierung gegenüber der Politik von Präsident Recep Tayyip Erdogan blockieren die Türken derzeit die Teilnahme Österreichs an Partnerschaftsprogrammen. Laut "Welt" gibt es Hinweise darauf, dass türkische Soldaten jene Lücken füllen könnten, die im Falle eines größeren Abzugs der Österreicher entstehen würden.

Ein Bundesheer-Soldat im Rahmen der KFOR-Mission
Foto: Christoph Matzl

Die Türkei gilt neben Saudi- Arabien als großer Investor in Bosnien- Herzegowina, Albanien und im Kosovo. So versucht Ankara mit großzügigen finanziellen Hilfen bei der Renovierung von Moscheen, die während der Kriege in den 90er- Jahren zerstört wurden, die Herzen der muslimischen Bevölkerung zu erobern. Im Kosovo sind türkische Unternehmen vor allem im Lebensmittelbereich, beim Straßenbau und im Energiesektor stark vertreten.

Russland und Türkei wichtigere Partner als EU

Diese türkischen Bestrebungen werden von der verfehlten EU- Politik am Balkan indirekt unterstützt. Zwar fließen aus Brüssel ebenfalls Milliarden in die Region, doch werden Russland und die Türkei als wichtigere Partner bei der Entwicklung der Region gesehen. "Der Balkan hört nicht mehr auf Brüssel", schrieb vor Kurzem das russische Nachrichtenportal "Sputnik" spöttisch.

Redakteur
Gabor Agardi
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum