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10.12.2016 - 14:51
Foto: zwefo

Das denkt Sima über das Mistbauen beim Müllhaus

23.10.2016, 16:42

Wiens Umweltstadträtin Ulli Sima spricht im "Krone"- Interview über Architekten, Stadtwerke, das Halten von Dingen und die Stimmung in der SPÖ.

"Krone": Frau Stadträtin, Ihr Markenzeichen ist es ja, Dinge in die Kamera zu halten. Ulli Sima mit Blumenschmetterling, mit Plüschfisch, Zapfhahn, Melanzani, Mistmonster und so weiter. Diese Fotos wurden in den vergangenen Monaten, wenn man von einer Riesenpackung Mannerschnitten absieht, weniger. Sind Sie politisch erwachsen geworden?
Ulli Sima: Wenn es weniger geworden ist, dann nicht weil es beabsichtigt ist. Es ist im politischen Alltag einfach so, dass man manche Dinge besser darstellen kann, wenn man etwas in der Hand hält. Sonst stehen nur drei Anzugträger herum. Aber erwachsen in dem Sinn sicher, weil das jetzt mein 13. Jahr als Stadträtin ist und ich mit den Stadtwerken noch einmal eine große Zusatzverantwortung bekommen habe.

Was Sie so schnell wohl nicht in der Hand halten werden, ist ein Architekturpreis. Da gab es ja helle Aufregung rund um ein Mistkübel- Büro, das - als "unsäglicher Kitsch" eingestuft - dann gar nicht realisiert wurde. Haben Sie beim Müllhaus Mist gebaut?
Ich habe versucht, das Thema Wettbewerbe zu thematisieren, was mir mittelfristig hoffentlich gelungen ist. Weil sich in einer Stadt auch vieles ändert. Wir haben kleinere Budgets, gleichzeitig wächst Wien, und wir haben relativ lange Stadterweiterungsprozesse. Wir brauchen einfach mehr Flexibilität. Der Entwurf ist drei Jahre alt und wurde nie realisiert.

Hat es Sie gestört, dass Ihr Ehemann Josef Thon, der ja Chef der MA 48 ist, plötzlich so eine mediale Rolle spielt?
Ich versuche immer, das Private aus diesem Bereich herauszuhalten. Er ist ein Abteilungsleiter, wie viele andere in meinem Ressort.

Ulli Sima
Foto: Zwefo

Thema Stadtwerke: Wie geht es da jetzt weiter?
Ich habe dem Aufsichtsrat meine Eigentümerwünsche mitgeteilt. Es wird eine große Umstrukturierung geben, die den ganzen Konzern betrifft. Man muss sich sehr kritisch ansehen, wie viele Geschäftsführer brauche ich in diesem Bereich noch, wie viele Prokuristen? Gerade bei den kleineren Firmen, die weniger als 1000 Mitarbeiter haben, ist eine Geschäftsführerin mit einem Prokuristen ausreichend. Ich möchte zudem in zwei Schritten die Zahl der Vorstände von vier auf zwei reduzieren. 2017 wird der Vertrag von Robert Grüneis nicht verlängert, 2018 läuft der Vertrag von Gabriele Domschitz aus. Der Vorstand soll aus der operativen Tätigkeit herausgenommen werden und sich um die großen strategischen Weichenstellungen kümmern. Das Operative soll sich eine Ebene drunter abspielen, bei den Geschäftsführungen der Tochter- GesmbHs.

Klingt nach viel Arbeit. Hat sich Finanzstadträtin Renate Brauner, bei der die Stadtwerke vorher waren, denn um nichts gekümmert?
Sie hat gute Arbeit geleistet und sich sehr stark auf die Wiener Linien konzentriert. Ich habe damit begonnen, meinen Schwerpunkt im Bereich Wien Energie zu setzen, weil da der Markt im Umbruch ist.

Wien soll ja sparen, auch die Politikergehälter sind ein Thema. Auf wie viel Prozent Ihres Gehalts könnten Sie verzichten?
Ich glaube, es wird eine Lösung für die ganze Stadt geben, ohne dass sich die Einzelnen jetzt gegenseitig über- oder unterbieten.

Wie ist denn momentan die Stimmung in der SPÖ bei all den Grabenkämpfen?
Selbst wenn ich es kommentieren würde, dann sicher nicht über die Medien. Ich sehe keine Spaltung, Diskussionen hat es immer gegeben. Aber wir sitzen am Ende des Tages alle im gleichen Boot.

Nicht Ihr Ressort, aber sicher haben Sie eine eigene Meinung dazu: Wie beurteilen Sie die Wiener Asylpolitik?
Ich nehme gerne Stellung zu Themen, die mein Ressort betreffen.

Kein Blick über den Tellerrand?
Doch, aber die anderen via Medien zu bewerten ist kein wahnsinnig freundliches Zeichen. Ich finde, dass sich meine Kollegin Sonja Wehsely sehr bemüht hat, diese Ausnahmesituation zu meistern.

Es gibt ja so viele Gerüchte auf den Rathausgängen. Eines besagt mittlerweile sogar, dass Sie als Nachfolgekandidatin des Bürgermeisters im Gespräch sind. Schon gehört?
Nein.

Könnten Sie sich das vorstellen?
Nein.

Wären Sie gerne Bürgermeisterin?
Nein.

Wieso nicht?
Ich bin sehr gerne Umwelt- und Infrastrukturstadträtin.

23.10.2016, 16:42
Michael Pommer, Kronen Zeitung/red
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