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Hochwasser in Rabenstein im niederösterreichischen Bezirk St. Pölten
Foto: APA/PAUL PLUTSCH / Video: krone.tv

Chaos in Ostösterreich: Auf Sturm folgt Hochwasser

16.05.2014, 22:12
Mit voller Wucht hat am Freitag das Sturmtief "Yvette" die Ostalpen erreicht - und nach dem Sturm folgten die Wassermassen. Am schlimmsten betroffen sind das Mostviertel und die Bucklige Welt in Niederösterreich, aber auch aus dem Burgenland werden schwere Schäden gemeldet. In mehreren Bezirken in Niederösterreich wurde Katastrophenalarm ausgerufen. Tausende Feuerwehrleute stehen im Dauereinsatz.

Niederösterreich ist von "Yvette" am stärksten betroffen: So trat etwa in Alland im Bezirk Baden die Schwechat über ihre Ufer, die örtliche Schule musste evakuiert werden. Auch der Wallfahrtsweg "Via Sacra" in Richtung Mariazell wurde überflutet. Den gesamten Tag über war die Feuerwehr mit der Errichtung von Dämmen und dem Auspumpen von Kellern beschäftigt. Mehr als 2.000 Feuerwehrleute sind im Einsatz. Und die Pegel steigen weiter und weiter.

Riesenaufregung am Abend dann auch auf der Donau in Wien, wo das voll besetzte Touristenschiff "Princess Sophie" (kleines Bild) mit der Schiffsschraube das Ufer nahe dem Radsport- Klub "Donau Fritzi" berührte. Und danach beinahe einen Pfeiler der Nordbrücke rammte, ehe es notankern konnte. Laut dem Donaudienst der Polizei war ein Ruderbruch die Ursache für den Zwischenfall. Die 180 Passagiere an Bord wurden nicht verletzt.

krone.at berichtete live von den Ereignissen am Freitag - den Ticker zum Nachlesen finden Sie in der Infobox.

Bis Samstagabend wird es verbreitet weiterhin stark regnen, punktuell werden bis zu 80 Liter pro Quadratmeter erwartet. Der östliche Alpennordrand bleibt Katastrophengebiet, "hier winden sich die Wolken regelrecht aus", so Meteorologe Thomas Rinderer vom Wetterdienst Ubimet. Entspannung ist erst im Laufe des Sonntags in Sicht, ab Montag setzt sich dann wieder die Sonne durch.

"Yvette" fegt seit Mittwoch durch Österreich

Seit Mittwoch sorgt "Yvette" samt Kaltfront für Wetterkapriolen im ganzen Land. Windspitzen von bis zu 160 km/h wurden am Geschriebenstein im Burgenland gemessen, am Neusiedler See wurde die höchste Sturmwarnstufe ausgerufen. Wie berichtet, waren entwurzelte Bäume, abgedeckte Häuser und überflutete Keller ebenso die Folge wie Stromausfälle und etliche Unfälle. Eine junge Steirerin wurde sogar mit ihrem Auto von der Straße geweht.

16.05.2014, 22:12
Oliver Papacek, Kronen Zeitung/red
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