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19.08.2017 - 12:11
Foto: Jürgen Radspieler (Symbolbild)

Bgld: 26- Jähriger nach Hammer- Attacke angeklagt

20.01.2014, 12:19
Nach der Hammer-Attacke auf eine Südburgenländerin im vergangenen Juli in Jennersdorf hat die Staatsanwaltschaft nun Anklage erhoben: Der mutmaßliche Täter wird sich wegen Mordversuchs sowie wegen versuchten schweren Raubes verantworten müssen. Der Prozess soll wegen des laufenden Gerichtsumbaus in Wiener Neustadt stattfinden. Die Anklage ist rechtskräftig.

Wie das Landesgericht Eisenstadt am Montag mitteilte, wird dem 26- Jährigen vorgeworfen, am 7. Juli des Vorjahres mit einem Maurerhammer auf die 42- jährige Frau vor ihrem Haus losgegangen zu sein. Der Angeklagte habe ihren Garten betreten und sie gefragt, ob ihr Mann zu Hause sei. Dann soll er zum ersten Schlag ausgeholt und die 42- Jährige mit voller Wucht am Kopf getroffen haben.

Das Opfer sei zu Boden gestürzt und habe sich heftig gewehrt, dennoch soll der Angreifer zwei Mal versucht haben, sie erneut am Kopf zu treffen, ehe er schließlich die Flucht ergriff.

26- Jähriger verspürte vor Tat "innere Unruhe"

Der 26- jährige Steirer soll laut Landesgericht seit seiner Kindheit immer wieder Mord- und Gewaltfantasien gehabt haben. In der Woche vor dem Angriff habe er "eine immer stärker werdende innere Unruhe" verspürt, da er nach eigenem Empfinden von seinen Eltern unzumutbar "überwacht" und bevormundet worden sei, heißt es unter Berufung auf die Anklage.

Am Tattag habe er dann den Hammer in einem Plastiksackerl ins Auto gelegt und sei ziellos durch die Gegend gefahren. Dass die 42- Jährige allein im Garten ihres Hauses saß, wurde ihr schließlich zum Verhängnis. Die verletzte Frau wurde im Spital behandelt, ihr hatte die Attacke auch psychisch schwer zugesetzt.

Verhandlung voraussichtlich in zweiter Märzwoche

Der 26- Jährige leide an einer kombinierten Persönlichkeitsstörung, die Staatsanwaltschaft hält ihn allerdings zum Tatzeitpunkt für zurechnungsfähig. Der Steirer habe sich nach seiner Festnahme umfassend geständig gezeigt, seine Aussagen jedoch später wieder abgeschwächt. Ein Termin für den Schwurprozess wurde noch nicht festgelegt, für die zweite Märzwoche wurde der Verhandlungssaal in Wiener Neustadt reserviert.

20.01.2014, 12:19
AG/red
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