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08.12.2016 - 05:27
Foto: APA/STRINGER

Baby gequält: 4 und 6 Monate bedingt für Eltern

25.04.2016, 18:06

Wegen Quälens ihres Babys sind am Montag zwei 20- Jährige im Landesgericht Leoben verurteilt worden. Der Vater soll das Kind im Zuge eines "Spiels" schwer verletzt haben, dafür gab es sechs Monate bedingt. Die Mutter sah laut Anklage nur zu und filmte die Tat, dafür wurde sie zu vier Monaten bedingt verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Die junge Frau erschien in Begleitung mehrerer Freunde, der Vater des Kindes kam allein. Die beiden warteten entfernt voneinander auf die Verhandlung und redeten kein Wort, eine Beziehung gibt es offenbar nicht mehr. Der gemeinsame Bub wird demnächst 21 Monate alt, derzeit hat die Bezirkshauptmannschaft die Obsorge.

Beide Angeklagte fühlten sich nicht schuldig, die Frau erklärte, sie werde gar keine Angaben machen. Ihre Anwältin beantragte ein Gutachten, ob die 20- Jährige überhaupt zurechnungsfähig sei. "Sie ist intellektuell und rhetorisch nicht in der Lage, richtige Angaben zu machen und Zusammenhänge zu schildern", so die Verteidigerin. Doch die Richterin beharrte darauf, zumindest kurz selbst mit der Angeklagten zu sprechen, da sie sonst nicht entscheiden könne, ob sie dem Antrag stattgeben solle. Also schilderte diese kurz ihre Schulausbildung, bevor sie sich in Schweigen hüllte.

Säugling erlitt zahlreiche Knochenbrüche

Auch der Vater des Kindes hatte erklärt, er fühle sich nicht schuldig. Er war es aber, der laut Anklage mit dem Baby das sogenannte Maschinenpistolenspiel durchgeführt hatte. Dabei, so schilderte der Staatsanwalt, packte er den Säugling an Armen und Beinen und imitierte durch Schütteln und Zusammendrücken bzw. Auseinanderziehen des Kindes das Repetieren und Abfeuern eines Maschinengewehres. Das Kind erlitt dadurch Serienrippenbrüche und einen Schienbeinbruch.

Die Mutter soll das Ganze nicht nur nicht verhindert, sondern den Vater sogar dazu aufgefordert haben, wobei sie einmal die Tat mit dem Handy gefilmt hat. Sie war bei der Verhandlung allerdings nicht bereit, die Taten ihres Exfreundes anhand einer Puppe zu zeigen.

25.04.2016, 18:06
AG/red
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