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28.03.2017 - 06:21
Foto: Christof Birbaumer

Arlbergtunnel für knapp sieben Monate gesperrt

21.04.2015, 07:37
Pünktlich um Mitternacht haben am Dienstag die Ampeln vor dem Arlbergtunnel auf Rot geschaltet. Grund sind umfassende Sanierungsarbeiten, die fast sieben Monate dauern werden. Auf der Hauptausweichroute, dem Arlbergpass, ist daher ab sofort viel Geduld gefragt...

Er ist ziemlich genau 14 Kilometer lang, seit 1. Dezember 1978 in Betrieb und er "schluckt" mittlerweile tagtäglich im Schnitt 8.000 Fahrzeuge - an Spitzentagen können es sogar gut und gerne mehr als 20.000 sein: der Arlbergtunnel, die wohl wichtigste und vor allem einzige wintersichere Straßenverbindung zwischen Tirol und Vorarlberg.

400 Arbeiter rund um die Uhr im Einsatz

Seit Dienstag, Punkt 0 Uhr, ist der längste Straßentunnel Österreichs für den gesamten Verkehr gesperrt. Rund 160 Millionen Euro investiert die Asfinag in die Optimierung der dortigen Verkehrssicherheit - 400 Arbeiter werden in den kommenden knapp sieben Monaten im Schichtbetrieb rund um die Uhr im Einsatz stehen.

37 zusätzliche Fluchtwege

Eine wesentliche Maßnahme ist die Errichtung weiterer Fluchtwege. Bereits zwischen 2004 und 2007 wurden um 49 Millionen Euro acht Flucht- und Rettungswege zwischen Bahn- und Straßentunnel geschaffen. "Nun werden 37 zusätzliche über den Zuluftkanal errichtet. Dadurch verkürzt sich der Abstand der Fluchtwegmöglichkeiten von derzeit 1.700 auf künftig maximal 500 Meter", erklärt Asfinag- Sprecher Alexander Holzedl. Die Anzahl der Pannenbuchten wird von aktuell 18 auf 26 erhöht.

Neueste Sicherheitstechnologien

Auch hinsichtlich Sicherheitstechnologie wird der Arlbergtunnel auf den neuesten Stand der Technik gebracht. So soll künftig etwa ein spezieller Thermoscanner mittels Infrarottechnik überhitzte Lkws bereits vor der Einfahrt in die "Röhre" erkennen und diese frühzeitig ausleiten. Außerdem wird der Tunnel mit einem Akustiksystem ausgestattet, das mittels Spezialmikrofonen Geräusche aufnimmt. Sollte das System untypischen Lärm erkennen, wie etwa quietschende Reifen, schlägt es sofort Alarm. Erneuert werden unter anderem auch die komplette Videoüberwachung, Notruf- und Funkeinrichtungen sowie die Brandmeldeanlage.

Behinderungen in Kauf nehmen oder ausweichen

Die Sperre hat natürlich auch Auswirkungen auf den Verkehr. Als Hauptausweichroute fungiert die Arlbergpass- Straße. Und dort sind Behinderungen vorprogrammiert - abgesehen von ein paar Ausnahmen darf dort nämlich fast alles rüber. Asfinag- Chef Klaus Fink rät daher, großräumig auszuweichen - etwa über Rosenheim- München, Gotthard, San Bernardino oder den Fernpass.

21.04.2015, 07:37
Hubert Rauth, Kronen Zeitung
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