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26.07.2017 - 15:38
Foto: APA/Herbert Pfarrhofer, Wiener Linien/Johannes Zinner

4 € pro Monat: Heftige Kritik an Flüchtlingskarte

06.04.2016, 17:00

Alle Öffis der Wiener Linien für nur vier Euro! Geht es nach den Plänen der rot- grünen Wiener Stadtregierung, soll es (wie berichtet) eine extrem günstige Monatskarte für alle Asylwerber geben. FPÖ und ÖVP schäumen vor Wut, aber auch viele "Krone"- Leser beklagen die neue Maßnahme - vor allem Mindestpensionisten sind empört.

Zehn Prozent vom Taschengeld, das 40 Euro pro Monat beträgt, soll das Wiener Öffi- Netz für Flüchtlinge kosten. Vier Euro wären das monatlich - was aus der Jahreskarte ein 48- Euro- Schnäppchen macht. Um den Preis erhält man in Wien als Vollzahler sonst nur eine Monatskarte.

Während die Stadt die Aktion als Maßnahme gegen die Bürokratie begrüßt, steigt die Opposition auf die Barrikaden. ÖVP- Wien- Chef Gernot Blümel spricht nach der Asyl- Klausur sogar von einer "Realitätsverweigerung".

"Lupenreine Diskriminierung"

Auch viele "Krone"- Leser können den Preis für die Flüchtlingskarte nicht nachvollziehen. "Einfach nur noch zum Weinen alles! Wenn ich bedenke, wie oft man als Vollzahler (normaler Fahrschein, denn sonst fahr ich mit dem Auto, schon aus Prinzip) unfreundlichst kontrolliert wird (erst heute wieder), dann muss man schon schlucken", ärgert sich ein Internetuser auf krone.at. TheSailor etwa schreibt: "Das ist eine lupenreine Diskriminierung jedes einzelnen Österreichers, der den vollen Preis zahlen muss."

Vor allem aber Mindestpensionisten, die oft jeden Cent zweimal umdrehen müssen, hätten sich mehr Hilfe für ihre Anliegen gewünscht. Häufiges Argument: Der gestrichene Heizkostenzuschuss und die Billig- Öffis kosten etwa gleich viel.

Einige Reaktionen von "Krone"- Lesern:

"Das ist PURE DISKRIMINIERUNG der österreichischen Bürger! Das sind Menschenrechtsverletzungen an Österreichern, da auch Österreicher NICHT aufgrund ihrer Nationalität schlechter behandelt werden dürfen als andere Menschen!"

"Meine Mutter, 88 Jahre, wohnt auf dem Land. Weil ihr Mann gestorben ist, bezieht sie nun Ausgleichszulage. Sie hat fünf Kinder großgezogen und muss ihre Öffis, wenn auch ermäßigt, selber bezahlen, einschließlich Anruftaxi zum Vollpreis."

"Hallo Gleichbehandlung und Verfassungskonformität: Ich als gebürtiger Wiener bin auch ein Mensch und fordere daher dieselben Rechte, wie sie für unsere Neuankömmlinge gelten: Demnach darf eine Jahreskarte nur noch 48 Euro kosten und nicht die ominösen 365 Euro wie momentan!"

"Eine Unverschämtheit, habe selber nur eine kleine Pension (500 Euro) - da ich aber verheiratet bin und unser gemeinsames "Einkommen" mehr als 1300 Euro ausmacht, gibt's keine Unterstützung für irgendwas, aber dafür kostet meine Monatskarte 48,20 Euro."

06.04.2016, 17:00
Michael Pommer, Kronen Zeitung/red
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