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03.12.2016 - 11:48
Am Treppelweg wurde das Mädchen vergewaltigt.
Foto: MARKUS TSCHEPP

17- Jährige vergewaltigt: Verdächtiger gefasst

02.10.2015, 07:37
Fast zwei Monate ist es her, dass ein Franzose mit rumänischen Wurzeln auf dem Treppelweg bei Puch in Salzburg eine 17-Jährige brutal vergewaltigt hat. Nun ist der Verbrecher gefasst. Bei einer Routinekontrolle in Rom konnten ihn italienische Polizisten festnehmen. Er sitzt in Haft und soll nach Österreich ausgeliefert werden.

Die römischen Polizisten kontrollierten den 38- Jährigen bereits am Dienstag. Die Beamten gaben Namen und Geburtsdatum wie bei jeder Überprüfung in ihre Computer ein, um zu sehen, ob gegen den Mann etwas vorliegt oder nicht. Und tatsächlich gab das System schon nach wenigen Sekunden einen Treffer bekannt. Gegen den Verdächtigen lag ein Europäischer Haftbefehl vor.

Fingerabdrücke und DNA am Tatort zurückgelassen

Bei dem Kontrollierten handelte es sich um jenen Vergewaltiger, der am 8. August auf dem Treppelweg in Puch über eine 17- Jährige herfiel.  Er riss die Jugendliche vom Rad und zerrte sie in ein Gebüsch, wo er sie vergewaltigte. Erst als ein Zeuge vorbeikam, ließ der Täter von seinem Opfer ab. Das Mädchen konnte bei dem Spaziergänger Schutz suchen, der Angreifer flüchtete unerkannt. Ein T- Shirt ließ der Mann zurück, ebenso wie Fingerabdrücke und die DNA. Mit diesen Spuren konnte die Gerichtsmedizin ein Profil erstellen und die Daten in die Systeme einspeisen.

So erfuhren die Salzburger Polizisten nach einem Abgleich auch den Namen des Vergewaltigers und hatten erstmals ein Bild des Mannes. Denn es stellte sich heraus, dass er bereits in anderen Ländern, nämlich in Spanien, Dänemark und Frankreich, aufgefallen war - allerdings ging es dabei um Einbrüche und Diebstähle und nicht um Sexualverbrechen. In Nizza hatten Kriminalisten 2010 ein Foto des Verdächtigen angefertigt. Mit diesem wandten sich die Ermittler an die Öffentlichkeit, doch bis Dienstag gab es keinen konkreten Hinweis auf den Aufenthaltsort des Verdächtigen.

Auslieferungsantrag gestellt

Die Staatsanwaltschaft Salzburg hat nun einen Auslieferungsantrag gestellt. Diesem müssen die Italiener zustimmen, erst dann kann der Mann nach Salzburg gebracht, verhört und vermutlich angeklagt werden.

02.10.2015, 07:37
Kronen Zeitung/red
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