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21.09.2017 - 17:07
Foto: Horst Einöder

Zwei "Kolosse" wurden bereits gestutzt

16.02.2008, 01:00
„Das ist ein Kampf gegen Windmühlen“, unken manche angesichts der Bemühungen der Bürgerinitiative gegen die geplanten Wolkenkratzer am Stadtpark, Ecke Gruber- und Kaplanhofstraße. Dabei gibt’s in Linz zwei Beispiele, die den Anwohnern Mut machen, bei denen geplante „Kolosse“ noch gestutzt wurden.
“Das ist die Planungsphilosophie der 60er Jahre. Dieser ,Koloss’ hat in der City nichts verloren.“ Nein, die Kritik richtet sich nicht gegen die geplanten und bereits heftig umstrittenen 13- und 14-geschoßigen Wolkenkratzer an der Gruberstraße (wir berichteten), sie stammt vom damaligen FP-Vizebürgermeister Franz Obermayr aus dem September 2002 und war auf das ursprünglich 70 Meter hohe „Mini-Manhattan“ Ecke Dametzstraße/Graben gemünzt. Nach massiven Protesten speckte Architekt Ernst Haas das 36-Millionen-Euro-Projekt selbst um vier Stockwerke ab. Doch einige Zeit später verschwand das Monster-Objekt endgültig von der Bildfläche. Wie auch die ursprünglich geplante Blumau-Oper im Turm, die 140 Meter hoch die Stadt überragen sollte. In einer „Krone“-Umfrage war die überwiegende Mehrheit der Linzer dagegen.

Hingegen fanden die bis zu 14 Stockwerke hohen Donaupromenaden- Türme, die die Wohnungsgesellschaft Arev derzeit am Winterhafen errichtet, bei der Politik großen Anklang. Übrigens bei Rot und Schwarz - letztere schlagen sich ja nun auf die Seite der Anwohner, die die „Kolosse“ an der Gruberstraße zumindest um fünf Stockwerke stutzen wollen.

SP- Stadtrat Klaus Luger verteidigt weiter dieses Projekt: „Das werden die ersten Passivhochhäuser Oberösterreichs. Zudem muss es in der Innenstadt erlaubt sein, dichter zu verbauen, zumal auch der Stadtpark größer wird. Kommen also Wohntürme wieder in Mode? Kaum - schließlich gibt auch Luger zu, dass „Hochhäuser wie das Lentia heute niemals genehmigt würden“. Warum dann andere überdimensionale „Kolosse“?

Foto: Horst Einöder
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