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24.09.2017 - 00:12
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Neonazi schrieb Beiträge für kirchennahe Seite

06.10.2011, 20:21
Ein mutmaßlicher Rechtsextremist aus Deutschland soll als Gastautor für die von konservativen katholischen Kreisen betriebene Internetzeitung "kath.net" mit Hauptsitz in Linz gearbeitet haben. Von dem Deutschen sind Artikel über den Islam und über andere Kulturen erschienen, die mittlerweile auch auf einschlägigen Homepages auf wohlwollende Resonanz gestoßen sind.

Der Mann, zu dessen Aktivitäten sich im "Handbuch des deutschen Rechtsextremismus" Einträge fänden und der auch ins Visier der deutschen Verfassungsschützer geraten sei, soll auf kath.net insgesamt fünf Artikel veröffentlicht haben. Das berichtete am Donnerstag ORF Radio Oberösterreich.

In seinen Beiträgen spielt der Mann unter anderem auf Vorurteile an, die gegen Muslime bestehen. Unter anderem vertritt er rassistische Thesen, nach denen die Herkunft eines Menschen dessen Charakter, beispielsweise "die individuelle Tüchtigkeit", bestimmt. Auch bedient sich der Autor in seinen - sich am Rande der Meinungsfreiheit bewegenden - Beiträgen der Fäkalsprache.

Radio Oberösterreich zitierte eine schriftliche Stellungnahme des Chefredakteurs von kath.net, Roland Noé: Man habe sofort reagiert und die Gastkommentare des Deutschen "deaktivieren lassen". Rechtsradikales Gedankengut werde bei kath.net "nicht toleriert". An den Inhalten der betroffenen Artikel habe man allerdings nichts Bedenkliches gefunden. Ferner betonte Noé, dass der Gastautor auf kath.net zugekommen sei und nicht anders herum. Die Artikel seien außerdem nicht honoriert worden. Der Gastautor habe sich als Absolvent der Katholischen Universität Eichstätt vorgestellt, weshalb man keinen Verdacht geschöpft habe, dass es sich um einen Rechtsextremen handeln könne.

Die Internetzeitung unterstützte zuletzt den Pfarrer von Windischgarsten, Gerhard Maria Wagner, der zum Linzer Weihbischof ernannt worden war, jedoch nach heftigen Protesten wegen seiner konservativen Gesinnung auf das Amt verzichtete (siehe Infobox).

06.10.2011, 20:21
AG/red
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