Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
24.07.2017 - 01:39
Beim Land OÖ leitet Gottfried Schindlbauer die Abteilung Naturschutz, ist für den Luchs "zuständig"
Foto: Markus Schütz

Luchsprojekt soll Land vor EU- Strafe bewahren

16.02.2017, 18:21

300.000 € Strafe pro Tag! Das droht der Republik Österreich an EU- Pönale, weil sie bei "Natura 2000" nachhinkt. So viel kostet das gesamte Projekt "Pro Luchs" in den kommenden drei Jahren, das Oberösterreichs Beitrag sein wird, um das Strafverfahren zu stoppen und weitere Pinselohren bei uns heimisch zu machen.

"Wir wollen keine großflächigen Ausweitungen der ,Natura 2000‘- Schutzgebiete. Das ist fachlich und sachlich nicht sinnvoll", stellt Naturschutzreferent und LH- Vize Manfred Haimbuchner (FP) bei der Präsentation von "Pro Luchs" klar. Mit "Pro Luchs" soll eben diese Ausweitung  in Oberösterreich gibt’s derzeit 80.000 Hektar Schutzfläche, aufgeteilt auf 46 Gebiete verhindert werden. "Wir warten schon auf das Schreiben der EU- Kommission, ob das ausreicht", so Gottfried Schindlbauer, Leiter der Abteilung Naturschutz beim Land OÖ im untenstehenden Interview.


Federführend beim Projekt ist die Veterinär- Uni Wien, mit im Boot sind der Landesjagdverband und auch Organisationen wie der Naturschutzbund OÖ. "Wir überlegen, verwaiste Luchsjunge vom Winter einzufangen, dann sicher durchzufüttern und im Frühling mit Sendern versehen auszulassen. Außerdem sollen noch mehr Luchse mit Sendern ausgestattet werden. Das würde sicher einige abhalten, die geschützen Tiere zu töten", so Felix Knauer von der Uni Wien. "Wir stehen voll hinter dem Luchs", sagt Christopher Böck vom Landesjagdverband. Josef Limberger vom Naturschutzbund will in Schulen den Luchs zum Thema machen.
Gute Nachrichten gibt’s aus der Schweiz: Noch im März und damit vor der Paarungszeit könnte ein Luchsmännchen in den Nationalpark Kalkalpen übersiedeln, wo nur Weibchen leben!


"Wolf gilt noch nicht als ein Schutzgut"

Beim Land OÖ leitet Dr. Gottfried Schindlbauer den Naturschutz, schielt mit einem Auge zum nächsten Rückkehrer dem Wolf.

Warum wehrt man sich gegen mehr Schutzgebiete?
Es geht um die großflächige Ausweitung, die nichts bringt. Wenn wir genau wissen, wo etwa Luchsinnen ihren Nachwuchs großziehen, dann sind dort kleinräumige Schutzgebiete sinnvoll. Viel wichtiger ist, die Akzeptanz zu erhöhen.
Woran scheitert es, der Luchs gilt als ungefährlich.
Einige Jäger argumentieren mit dem Luchs als Konkurrent, aber wir sprechen pro Tier von 50 Rehen pro Jahr und derzeit etwa zehn Luchsen. Aber der Großteil der Jäger hat schon jetzt mit dem Luchs kein Problem.
Da würde es beim Wolf schon anders aussehen.
Der hat ganz anderen Einfluss auf die Population der Beutetiere.
Der Wolf ist quasi schon am Sprung nach OÖ, es gab Sichtungen und ein  Runder Tisch zum Wolfsmanagement fand statt.
Der Wolf wird erst zum Schutzgut, wenn er sich bei uns reproduziert. Es gilt, vorbereitet zu sein.

Markus Schütz, OÖ Krone

Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum