Als er fünf Monate alt war, platzte in Benedikts (2) Gehirn ein Aneurysma. 80 Prozent der Betroffenen sterben, doch der Kleine kämpfte tapfer weiter. Doch mittlerweile kommen die Eltern an ihre finanzielle Grenze. Die „Krone“-Familie rückt in dieser schwierigen Zeit zusammen und hilft.
„Als ich Benedikt zu seiner Oma gebracht habe, war er quietschvergnügt. Als der Hubschrauber wenig später mit ihm abhob, wussten wir nicht, ob wir unser Kind jemals wieder sehen werden“, erzählt Tanja (36) aus dem Innviertel. Währenddessen sitzt der Kleine in einem Kindersitz und wird mit Brei gefüttert. Am 15. Dezember hat er seinen zweiten Geburtstag gefeiert – gehen oder sprechen wie Gleichaltrige kann er nicht, seine rechte Körperseite ist stark eingeschränkt.
„Er hat geschrien und alles hängen lassen“
Dass er lebt, grenzt an ein Wunder. Was war geschehen? Am 14. Mai des Vorjahres brachte die 36-Jährige den damals fünf Monate alten Bub zu seiner Oma, da sie eine Schulveranstaltung der großen Tochter (10) besuchen wollte. Was dann passierte, schildert die Großmutter so: „Ich bin mit ihm spazieren gefahren, er hat im Wagerl geschlafen. Als wir daheim waren, bekam er einen Hustenanfall, hat fürchterlich geschrien, erbrochen und dann alles hängen lassen.“
Quälende Ungewissheit und banges Warten
Sofort verständigt sie die Eltern, setzt die Rettungskette in Gang. Als Tanja zu Hause eintrifft, wird Benedikt gerade von Papa Roland (47) wiederbelebt: „Er war käseweiß, wie eine leblose Stoffpuppe“, schildert der 47-Jährige. Wenig später trifft der Notarzt ein. Quälende 40 Minuten wird der Bub versorgt, bis gegen 19.30 Uhr der Rettungshubschrauber Richtung Linzer Kepler Uniklinikum abhebt. Dort sitzen die Eltern bis 1 Uhr früh im Wartebereich, dann erfahren sie, was los ist. „Ein Arzt hat uns erklärt, dass Benedikt zwei Aneurysmen im Kopf hat, eines war geplatzt. 80 Prozent der Betroffenen sterben in dem Moment“, so Tanja.
Teile des Gehirns geschädigt
Zwar kann das zweite Blutgerinnsel entfernt werden, Teile des Gehirns werden aber geschädigt. Doch Benedikt macht gute Fortschritte: „Drei Tage nach der OP wurde er aufgeweckt. Eine Ärztin hat mich gefragt, ob ich ihn stillen will. Einen Tag lang bin ich bei ihm im Bett gelegen, plötzlich hat er getrunken“, so die 36-Jährige. Nach sechs Wochen wird der Kleine aus dem Spital entlassen – wie er sich weiterentwickelt, ist völlig unklar.
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Kosten werden nicht übernommen
Das große Ziel: Gehen oder zumindest stehen zu lernen. Eine spezielle Therapie in einer privaten Reha-Einrichtung bringt gute Fortschritte. Innerhalb einer Woche lernt Benedikt dort sitzen. Leider werden die hohen Kosten nicht von der Gesundheitskasse übernommen, sind für die Eltern kaum finanzierbar. Doch sie wollen nichts unversucht lassen, um ihren kleinen Kämpfer zu unterstützen.
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