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22.08.2017 - 14:24
Foto: Österreichischer Tierschutzverein (Symbolbild)

Kranker Rehbock in OÖ von Waidmann brutal getötet

25.10.2012, 15:12
Die Art, wie ein kranker Rehbock (Bild), der von seinem Leiden erlöst werden sollte, getötet wurde, sorgt für Aufregung im oberösterreichischen Bezirk Braunau. Ein Jäger soll besonders brutal vorgegangen sein, berichtete der Österreichische Tierschutzverein am Donnerstag. In dem Fall wurde mehrfach Anzeige erstattet.

Der Mieter eines Hauses hatte Anfang September in seinem Garten einen offensichtlich todkranken Rehbock entdeckt, der sich kaum mehr fortbewegen konnte. Der Mann ist selbst Jäger, aber an seinem Wohnort nicht jagdausübungsberechtigt. Deswegen ließ er sich einen befugten Waidmann schicken, der dem Tier den Fangschuss geben sollte.

Doch der Jäger sei mit seinem Jagdhund erschienen. Aus Angst vor dem Vierbeiner habe das geschwächte Wildtier noch einmal seine Kräfte mobilisiert und sich in den Garten eines angrenzenden Wohnhauses zu flüchten versucht, so der Tierschutzverein. Der Jäger habe daraufhin den Hund von der Leine gelassen, der sich sofort auf den kranken Bock stürzte und sich in ihm verbiss.

Kehle mit stumpfem Messer durchschnitten

Auch das weitere Vorgehen des Waidmannes sei laut Zeugen besonders brutal gewesen. So habe er unter anderem keinen Fangschuss gesetzt, sondern versucht, dem kranken Tier mit einem viel zu stumpfen Messer die Kehle durchzuschneiden. Nach Angaben des Mieters sei der Todeskampf des kleinen Bocks erst nach Minuten zu Ende gewesen.

Der Mieter erstattete daraufhin Anzeige bei der Polizei wegen des Verdachtes der Tierquälerei und informierte zudem auch die zuständige Bezirkshauptmannschaft in Braunau. Diese gab der Polizei den Auftrag zu ermitteln und Anzeige bei der zuständigen Staatsanwaltschaft Ried im Innkreis zu erstatten. Auch der Tierschutzverein will die Justiz einschalten und fordert den Entzug des Jagdscheines für den Waidmann.

Landesjägermeister zurückhaltend

Landesjägermeister Josef Brandmayer erklärte gegenüber dem ORF allerdings, dass es grundsätzlich erlaubt sei, einen Jagdhund zum Töten eines kranken oder verletzten Wilds auf ein Tier zu hetzen. Auch das Töten mit dem Messer sei in solchen Fällen möglich. Auf jeden Fall sei ein verletztes oder angefahrenes Tier "auf kürzestem Wege zu töten", so Brandmayer. Ob das in diesem Fall geschehen sei, müsse eingehend geprüft werden.

25.10.2012, 15:12
AG/red
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