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18.08.2017 - 03:26

Reiseveranstalter geben Verluste an die Kunden weiter

27.05.2010, 07:00
Nicht nur der isländische Vulkan, auch der sinkende Euro-Kurs sorgt bei Sommerurlaubern für Ärger. Weil die Währung wegen der Wirtschaftskrise immer schwächer wird, wollen Reiseveranstalter diese Verluste den Kunden „anhängen“. Ein Paar aus dem Raum Neunkirchen etwa muss für eine Reise jetzt einiges draufzahlen.

Lange hatte das Ehepaar für seine Traumreise nach Kanada und Alaska im Juni gespart. Alles war bereits gebucht, und die beiden freuten sich auf den Urlaub. Kürzlich traf allerdings Post vom Reisebüro ein. „Wegen der Wechselkursänderung hat sich der Preis um 400 Euro erhöht“, hieß es. Völlig verärgert zahlten die Betroffenen die Summe.

„Als die Währung gestiegen ist, hat natürlich kein Reiseveranstalter daran gedacht, den Preis zu senken. Jetzt, wo der Euro fällt, sind sie schnell da, um mehr Geld zu verlangen“, kritisiert Arbeiterkammer- Präsident Hermann Haneder. Rechtlich gesehen haben Kunden oft leider wenig in der Hand gegen die umstrittenen Praktiken der Reiseveranstalter. „Preiserhöhungen sind ab dem 20. Tag vor dem Reiseantritt verboten. Auch wenn die Kosten um mehr als zehn Prozent gesteigert werden, kann der Kunde vom Vertrag zurücktreten“, erklärt die AK- Expertin Renate Schiller.

Die Konsumentenschützer appellieren: „Preissenkungen sind genauso schnell an die Kunden weiterzugeben wie Teuerungen!“

von Gernot Buchegger, Kronen Zeitung

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