Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
23.08.2017 - 06:51
Foto: APA/STRINGER

Bankräuber auch wegen versuchten Mordes vor Gericht

24.06.2010, 15:17
Die beiden mutmaßlichen Serienbankräuber, die im Dezember des Vorjahres nach einem Überfall auf ein Geldinstitut in Blindenmarkt (Bezirk Melk) geschnappt worden sind, werden sich bald vor Gericht verantworten müssen. Neben zahlreichen Raubüberfällen wird dem Jüngeren, einem 25-Jährigen, auch versuchter Mord zur Last gelegt. Seinem 27-jährigen Bruder wird Beihilfe zum versuchten Mord vorgeworfen, teilte Gerhard Sedlacek, Sprecher der Staatsanwaltschaft St. Pölten, am Donnerstag mit.

Bei dem Überfall in Blindenmarkt war es zu einem Schusswechsel zwischen dem 25- Jährigen und dem Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes gekommen. Dabei hatte der mutmaßliche Räuber einen Oberkörperdurchschuss erlitten. Ob die Schüsse, die ursprünglich von dem Beschuldigten ausgegangen sein sollen, mit Mordabsicht durchgeführt wurden, muss nun ein Schwurgericht entscheiden. Der Strafrahmen für die beiden Brüder, die Sedlacek zufolge die Mordabsicht leugnen, beträgt zehn bis zwanzig Jahre bzw. lebenslange Haft. Dem Security- Mitarbeiter billigte die Anklage Notwehr zu, er wird gerichtlich nicht belangt.

Insgesamt 1,2 Millionen Euro erbeutet

Die beiden Oberösterreicher sollen mit zahlreichen Banküberfällen in der Steiermark, in Nieder- und Oberösterreich ihren Lebensunterhalt bestritten haben. Nach Angaben der Sicherheitsdirektion OÖ erbeuteten die Beschuldigten etwa 1,2 Millionen Euro. Konkret werden dem 27- Jährigen zwei Überfälle mit einer Softgun sowie in acht Fällen Beihilfe zum Raub vorgeworfen. So soll er unter anderem an der Planung der Taten beteiligt gewesen sein, das Fluchtfahrzeug gelenkt und gestohlene Kennzeichen besorgt haben.

Der 25- Jährige soll zwei Geldinstitute mit einer Softgun bewaffnet ausgeraubt haben und sieben mit einer echten Schusswaffe. Auch ein in Deutschland lebender 45- jähriger Halbbruder der beiden soll zum Teil an den Straftaten beteiligt gewesen sein. Er dürfte gemeinsam mit dem 25- Jährigen drei Überfälle verübt und einmal Beihilfe zum Raub geleistet haben.

Über 40 Zeugen geladen

"Die Anklage wurde dem Gericht heute übermittelt", sagte Sedlacek. Die Beschuldigten, die bezüglich der Überfälle nun in geringem Maße geständig sein dürften, haben 14 Tage Zeit, Einspruch dagegen zu erheben. Wann es zu einem Prozess kommen wird, ist noch offen. Für die Verhandlung hat die Staatsanwaltschaft jedenfalls drei Gutachter - einen Schusstechniker, einen chemischen Sachverständigen und einen Gerichtsmediziner - bestellt. Außerdem sind über 40 Zeugen vorgesehen.

Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum