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20.08.2017 - 16:39
Foto: Polizei

Autounfall entpuppt sich als möglicher Mordanschlag

18.07.2013, 13:03
Nach einem vermeintlichen Verkehrsunfall mit Fahrerflucht, bei dem am Mittwochnachmittag in Gerasdorf bei Wien ein junger Mann verletzt worden war, ermittelt die Polizei wegen Mordversuchs. Das Opfer, ein 34-jähriger Pole, war nach Angaben eines Arbeitskollegen, mit dem er zu Fuß unterwegs war, absichtlich mit einem Auto niedergefahren worden. Der Verletzte wurde mit einem Notarzthubschrauber ins Spital geflogen, der Pkw wurde in Wien gestoppt, die beiden Insassen in Haft genommen.

Bei den Festgenommenen handelt es sich um Brüder im Alter von 27 und 34 Jahren. Die beiden Landsleute des Opfers waren zunächst einer Wiener Polizeistreife aufgefallen, die auf der Brünner Straße (B7) in Floridsdorf Geschwindigkeitsmessungen durchführte. Das Auto war mit rund 120 km/h unterwegs.

Polizist rettet sich mit Sprung zur Seite

Der Versuch, den Wagen anzuhalten, scheiterte, da der Lenker direkt auf den Beamten zusteuerte und ihn damit zwang, zur Seite zu springen. In der Zwischenzeit hatten die Gerasdorfer Kollegen den Sachverhalt des Unfalls erhoben und ebenso wie die LPD Wien eine Fahndung veranlasst. Das Fahrzeug konnte schließlich aufgrund des starken Verkehrsaufkommens in Wien gestoppt werden.

Aussagen der Verdächtigen voller Widersprüche

Laut Polizei sagte der Zeuge des Unfalls in Gerasdorf aus, dass das Opfer von einem der Brüder per SMS Morddrohungen erhalten habe. Das Motiv dürfte laut Polizei in illegalen Geschäftemachereien mit Fahrzeugreparaturen und Fahrzeugverkäufen zu suchen sein, in denen sowohl das Opfer als auch die Verdächtigen involviert sein dürften. Offenbar hatte das Opfer bei den Verdächtigen Schulden.

Die beiden Verdächtigen verwickelten sich bei ihren Einvernahmen immer wieder in Widersprüche, hieß es zudem. Sie wurden in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert.

Anzeigen wegen versuchten Mordes

Festgestellt wurde, dass die Brüder, die den Wagen abwechselnd gelenkt hatte, keine gültigen Lenkerberechtigungen hatten. Der 27- Jährige, der seinen Landsmann niedergefahren haben soll, habe bei der Kontrolle einen gefälschten polnischen Führerschein vorgewiesen. Außerdem war auf dem Auto vorne ein nachgemachtes Kennzeichen montiert, im Kofferraum fanden sich zwei weitere nachgemachte Kennzeichentafeln. Gegen den 34- Jährigen bestehe u.a. ein Aufenthaltsverbot in Österreich sowie eine Anordnung des Landesgerichtes Wien zum Strafantritt wegen Diebstahls.

Der Jüngere wird laut Polizei wegen versuchten Mordes, dem im Stich lassen eines Verletzten und Urkundenfälschung angezeigt, sein Bruder darüber hinaus wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt. Die Erhebungen seitens der Polizeiinspektion Gerasdorf seien noch im Gange, neben der Opfervernehmung und Spurensicherung am Wagen seien u.a. auch noch die Auswertungen der Telefondaten ausständig.

18.07.2013, 13:03
AG/red
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