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20.09.2017 - 12:32
Foto: APA/STRINGER

Anzahl der Überfälle von Serien- Räubern noch nicht geklärt

29.01.2010, 12:07
Die Ermittlungen im Fall der beiden mutmaßlichen Serienbankräuber, die nach einem Überfall auf eine Bank in Blindenmarkt (Bezirk Melk) Anfang Dezember geschnappt worden sind, sind noch immer im Gange. Gutachten, Lokalaugenschein und auch polizeiliche Berichte wären noch nicht abgeschlossen, berichtete der Sprecher der Staatsanwaltschaft St. Pölten am Freitag.

Den Verdächtigen werden mehrere Raubüberfälle in Nieder- , Oberösterreich und der Steiermark zur Last gelegt, mit denen sie ihren Lebensunterhalt bestritten haben sollen. Beim Überfall in Blindenmarkt kam es zum Schusswechsel mit einem Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes - dabei erlitt einer der beiden einen Oberkörperdurchschuss. Kurz darauf wurden die Männer auf einem Autobahnparkplatz festgenommen.

Weitere Hintergründe: siehe Infobox!

Neun Überfälle gestanden - dann widerrufen

Zunächst gaben sie neben dem Überfall in Blindenmarkt noch neun andere Delikte zu, später widerriefen sie diese Geständnisse aber. Sie hätten die Taten nur wegen der "den Grundrechten widersprechenden Verhörmethoden" zugegeben, kritisierte die Anwältin der Verdächtigen die Ermittlungsbehörden.

Tatortrekonstroktion erst im März möglich

Derzeit wird noch die Zahl der Delikte, die dem oberösterreichischen Brüderpaar vorgeworfen werden, erhoben. Es stehe lediglich fest, dass es sich um mehr als zehn Fälle handle. Der oberösterreichische Sicherheitsdirektor Alois Lißl verdächtigt die beiden für 14 ungeklärte Raubüberfälle verantwortlich zu sein. Es gäbe noch viel Arbeit für die Kriminalisten.

Auch das Schieß- und das medizinische Gutachten sind noch ausständig. Diese sollen in ein paar Wochen eintreffen, danach folgt die Tatortrekonstruktion – erst im März, vermutet der Staatsanwalt.

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