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05.12.2016 - 11:19
Karl und Anita Harmer, umringt von ihrer Kinderschar
Foto: Franz Crepaz

Zehnfache Mutter zur "Krone": "Es funktioniert!"

20.11.2016, 08:26

Anlässlich des Welttags der Kinderrechte am Sonntag sprach die "Krone" mit der zehnfachen Supermama Anita Harmer aus Niederösterreich.

"Gehören die Kinder alle zu Ihnen?" Diese Frage stellen Fremde Anita Harmer gewöhnlich zuerst. Auf ihr "Ja" folgt dann üblicherweise ein entgeistertes "Aber doch nicht alles eigene?", gekrönt von einem ungläubigen "Sie sind noch so jung! Das kann sich doch nicht ausgehen!"

Tut es aber. Die zehn Gründe für den immer selben Dialog liefern Manuel, Sarah, David, Jan, Luca, Leon, Clara, Lara, Fabian und Irene - chronologisch nach Geburtsdatum angeführt. Den Ältesten bekam Anita Harmer mit 16 - so alt ist Manuel heute. Jüngster Familienzuwachs Irene zählt gerade einmal zehn Wochen. Hinzu kommen sieben Katzen und zwei Hunde. Viel Leben, selbst für das 300 Quadratmeter große Haus im beschaulichen Greifenstein in Niederösterreich.

Drei Waschmaschinen und acht Herdplatten

Oft beendet der Fremde seine Inquisitionsrunde mit der Frage nach der Haushaltsorganisation: "Die Wäsche! Das Kochen! Wie schaffen Sie das?" Harmers knappe Antwort: "Es funktioniert." Drei Waschmaschinen laufen täglich, zwei Durchgänge seien "ganz normal". Auf ihren acht Herdplatten kocht die 33- Jährige rund drei Stunden pro Tag, aktuell liebstes Essen ihrer Kinder: Spaghetti, Palatschinken und Milchreis. Zwei Kilogramm Äpfel und Kartoffeln, genauso viel Brot, fünf Liter Milch und eine Packung Butter - das reicht gerade einmal für 24 Stunden. Eingekauft wird im Multipack, vornehmlich bei Supermarkt- Aktionen.

Töchterchen Irene kam vor zehn Wochen auf die Welt.

Frühstück im Pyjama, Handyverbot nachts

1300 Euro pro Monat gibt Harmer durchschnittlich für ihre Bande aus - Lebensmittel inklusive. Ihr Mann Karl arbeitet als Krankenpfleger. Sein Schichtdienst ermöglicht es, regelmäßig bei der Erziehung anzupacken.

Neben dem ganz normalen Alltagswahnsinn - gefrühstückt wird zur Schonung der Schulkleidung ausschließlich im Pyjama - gleichen die Harmers jeder anderen Familie. Es gibt dieselben Probleme und Herausforderungen. Dazu gehört auch der Umgang mit dem World Wide Web. "Ich respektiere die Privatsphäre meiner Kinder, beim Internet bin ich aber vorsichtig. Die drei Ältesten haben ein Smartphone, da schaue ich mir den Seitenverlauf an und prüfe, mit wem sie auf WhatsApp schreiben."

Ob sie noch mehr Nachwuchs plant? "Ich schließe es nicht aus", lautet die prompte Antwort. Immerhin gäbe es dann elf gute Gründe, Fremde zum Staunen zu bringen ...

Foto: "Krone"-Grafik

Kinderrechte im digitalen Alltag

Im Interview mit der "Krone" klärt Barbara Buchegger von der Initiative Saferinternet über die Tücken des World Wide Web und der internetfähigen Smartphones auf.

"Krone": Dürfen Eltern die Handys ihrer Kinder überwachen und kontrollieren?
Barbara Buchegger: Das hängt vom individuellen Fall ab, grundsätzlich bin ich aber der Auffassung: Überwachung ist kein guter Weg, unsere Kinder in der digitalen Welt groß werden zu lassen. Viel wichtiger ist es, sie eigenverantwortlich zu erziehen.

Die heutige Generation wächst mit Smartphones auf. Sind sie ein Mittel zur Gleichberechtigung?
Fast alle Kinder haben ähnlich gute Geräte, sogar jene aus sozial schwachen Familien. Wodurch sie sich von ihren Mitschülern unterscheiden, sind die schlechten Handytarife und der begrenzte Internetzugang. Viele von ihnen sind auf Gratis- WLAN angewiesen, weil ihre Familie diese Infrastruktur nicht bereitstellt. Dann müssen sie auf kommerzielle Orte wie Starbucks- oder McDonald's- Filialen zurückgreifen. Für Firmen sind die Handydaten der Kinder ein gefundenes Fressen.

Wie können Eltern ihr Kind vor ungeeigneten Internet- Inhalten schützen?
Technische Lösungen wie Sperren sind unbefriedigend - für beide Seiten. Wenn ein Kind unabsichtlich auf eine Pornoseite stößt, braucht es Eltern, die nicht ausflippen, sondern es unterstützen. Ein Internet- oder Handyverbot beruhigt zwar Mama und Papa, hilft den Kindern jedoch nicht.

DATEN UND FAKTEN:

Die UN- Konvention über die Rechte des Kindes wurde am 20. November 1989 verabschiedet und gilt heute als weltweit gültiges Grundgesetz. Jedes Jahr wird am 20. November dieses Meilensteins gedacht.

Die zehn wichtigsten Kinderrechte auf einen Blick:

  • Bildung
  • Gleichheit
  • Spiel und Freizeit
  • Schutz vor wirtschaftlicher und sexueller Ausbeutung
  • Schutz im Krieg und auf der Flucht
  • Freie Meinungsäußerung und Beteiligung
  • Gesundheit
  • Elterliche Fürsorge
  • Gewaltfreie Erziehung
  • Besondere Fürsorge und Förderung bei Behinderung

20.11.2016, 08:26
Alexandra Halouska und Nina Regel, Kronen Zeitung
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