Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
05.12.2016 - 07:12
Foto: "Krone"-Grafik, thinkstockphotos.de

Österreicher waschen sich 12- mal am Tag die Hände

14.10.2016, 16:50

Wo die Keimfallen lauern und warum Frauen gründlicher als Männer sind - zum internationalen Tag des Händewaschens liefert die "Krone" ein paar schmutzige Fakten.

Hätten Sie das gedacht? Beim Händeschütteln werden oft mehr Krankheitserreger übertragen als beim Küssen! Alleine zwischen unseren Fingerspitzen und Ellenbogen sitzen bis zu zehn Millionen Keime. Die gute Nachricht: 99 Prozent davon verschwinden bei einem längeren Kontakt mit Wasser.

Zum Tag des Händewaschens am Freitag rückt die "Krone" ein oft unterschätztes Alltagswunder ins Zentrum: Seife. Damit waschen sich die Österreicher laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Integral im Schnitt zwölfmal am Tag die Hände. Frauen liegen mit 13 Seifenkontakten vor Männern (elfmal). Acht Prozent der Bevölkerung waschen sich mehr als 20- mal täglich die Hände.

Foto: "Krone"-Grafik

Das wichtigste Argument liefert ein Besuch auf der Toilette, gefolgt von einem bevorstehenden Essen oder handwerklichen Tätigkeiten. Auch gaben viele an, vor allem beim Nachhausekommen den Wasserhahn aufzudrehen. Als heimliche Hygienemuffel entpuppen sich unsere Teenager: Sie halten ihre Hände lediglich siebenmal am Tag unters Wasser. Dabei könnte gerade diese Altersgruppe ein paar Waschgänge mehr einlegen, denn ausgerechnet ihr heißt geliebtes Smartphone entpuppt sich unter dem Mikroskop als Keimfalle.

Hohe Keimdichte auf Handys

Wissenschaftler wiesen bei Tests eine hohe Konzentration von Fäkalbakterien auf Telefonen nach, die krank machen können. Studien zufolge klebt die Altersgruppe der 13- bis 17- jährigen Österreicher mit ihren Fingern sieben Stunden pro Tag auf dem Touchscreen ihres Handys. In diesem Zeitraum kann sich eine Bakterie auf mehr als zwei Millionen Exemplare vermehren. Wo Keime sonst noch gerne Partys feiern, sehen Sie in unserer Grafik.

Foto: "Krone"-Grafik

Tipp: Für eine gründliche Handwäsche benötigt man etwa 20 Sekunden. In dieser Zeit können Sie genau zweimal das Lied "Happy Birthday" singen.

Mit allen Wassern gewaschen sind österreichische Frauen. Sie halten ihre Hände durchschnittlich einmal öfter am Tag unters Wasser als Männer. Der Afrikaner Derreck Kayongo rief in den 1990er- Jahren das Global Soap Project ins Leben. Dabei recycelt er Hotel- Seifen, presst sie zu neuen Stücken und verteilt sie an Arme.

Bereits 1847 erkannte der österreichisch- ungarische Arzt Ignaz Semmelweis den Zusammenhang zwischen dem tödlichen Kindbettfieber und mangelnder Reinlichkeit in Spitälern. Er führte als erster Mediziner der Welt konkrete Hygienevorschriften für Ärzte, Hebammen und Krankenpfleger ein.

"Händewaschen tötet die meisten Keime"
"Krone":
Mit welchem Argument könnte man Hygienemuffel am besten überzeugen?
Florian Thalhammer (Experte für Infektiologie der MedUni Wien): 80 Prozent aller Infektionskrankheiten werden über unsere Hände übertragen. Das klassische Beispiel sind Erkältungskrankheiten wie Schnupfen oder Grippe. Händewaschen verringert diese Gefahr massiv, da die Keimzahl um 99 Prozent reduziert werden kann.

"Krone": Wie wasche ich meine Hände richtig?
Thalhammer: Man hält die Hände unter das fließende Wasser und seift anschließend die Handinnenflächen, Handrücken, die Fingerspitzen und auch die Zwischenräume sowie Nägel gründlich ein. Bei wenig verschmutzten Händen benötigt man zwischen 20 und 30 Sekunden.

"Krone": Ist es eigentlich besser, heißes Wasser beim Einseifen zu verwenden?
Thalhammer: Die Temperatur spielt keine Rolle. Wichtig ist es, die nassen Hände gründlich abzutrocknen, da Keime im feuchten Milieu besser überleben können.

Florian Thalhammer
Foto: MedUni Wien/Matern

14.10.2016, 16:50
Alexandra Halouska und Patrick Warger, Kronen Zeitung
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum