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04.12.2016 - 10:40
Freiwillige Helfer kämpfen gegen die Naturgewalten an.
Foto: APA/AFP/UNICEF DPRK/MURAT SAHIN

Nordkorea: "Schlimmste Katastrophe seit Weltkrieg"

14.09.2016, 16:56

Seit rund zwei Wochen herrschen in den Hochwassergebieten Nordkoreas katastrophale Zustände - nun hat die Regierung erstmals Zahlen zu den Schäden genannt. Die amtliche Nachrichtenagentur KCNA machte zwar keine genauen Angaben zu Toten und Vermissten, sprach aber am Mittwoch von der "schlimmsten Katastrophe" für das Land seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Das Rote Kreuz hatte am Dienstag die Zahl der Toten mit mindestens 130 beziffert, die der Vermissten mit rund 400.

Laut KCNA mussten fast 70.000 Menschen ihre Häuser verlassen. Die Vereinten Nationen hatten von rund 107.000 Betroffenen gesprochen. Über 30.000 Häuser und etwa 900 öffentliche Gebäude seien zerstört worden, meldete KCNA. 60 Brücken seien schwer beschädigt, Strom- und Telefonleitungen unterbrochen.

Dort, wo sich die Fluten zurückziehen, hinterlassen sie Zerstörung.
Foto: APA/AFP/UNICEF DPRK/MURAT SAHIN

Die Überschwemmungen infolge des Taifuns "Lionrock", der am 29. August die Provinz Nord Hamgyong heimgesucht habe, sei "die schlimmste Katastrophe seit der Befreiung vom der japanischen Kolonialherrschaft im Jahr 1945", hieß es bei KCNA. Allerdings hat das Land auch Hungerkatastrophen in den Jahren 1994 und 1998 erlebt, denen Hunderttausende zum Opfer gefallen waren. Schon damals war eine Abfolge von Dürren und heftigen Regenstürmen mit Überschwemmungen Mitursache für den Hunger von Millionen Nordkoreaner gewesen. Auch die jüngsten Fluten vernichteten wieder große Teile der Ernte.

Wie üblich verknüpfte KCNA den Bericht mit Parteipropaganda: Die herrschende Arbeiterpartei habe alle Mittel in Bewegung gesetzt, um die betroffene nordöstliche Grenzregion zu China wieder aufzubauen, hieß es.

Das staatliche Fernsehen berichtet laufend über die Aufräumarbeiten.
Foto: ASSOCIATED PRESS

In dem verarmten Land sind Naturkatastrophen oft besonders verheerend. Ein Grund dafür ist die fehlende Infrastruktur. Zudem sind viele der bergigen Regionen in Nordkorea abgeholzt, bei schweren Regenfällen strömt das Wasser dann ungehindert abwärts.

14.09.2016, 16:56
AG/red
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