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04.12.2016 - 08:20
Foto: Neumayr/MMV (Symbolbild)

Luft- 80er in Salzburg: Verschmutzung reduziert

18.07.2016, 13:07

Das flexible Tempolimit von 80 bzw. 100 km/h auf der Westautobahn im Bereich der Stadt Salzburg zeigt Wirkung. Es ist die einzige verkehrsnahe Messstelle im Bundesland, bei der die Luftverschmutzung mit Stockstoffdioxid innerhalb eines Jahres zurückging. Der Rückgang entspreche einer Totalsperre der Autobahn für drei Wochen im Jahr, hieß es am Montag.

Nicht ganz die halbe Zeit im Jahr (46 Prozent) war das 80er- Limit aktiviert, dadurch konnte die Stickstoffdioxid- Belastung um fünf bis sechs Prozent verringert werden. Damit hat man drei Viertel jener Reduktion erreicht, die eine permanente 80- km/h- Beschränkung gebracht hätte. Der Jahresmittelwert sank auf 48,7 Mikrogramm pro Kubikmeter.

"Es war die am meisten belastete Messstelle und ist nun auf Platz drei zurückgefallen", sagte Umweltreferentin LHStv. Astrid Rössler (Grüne), die aber auch den Wermutstropfen ansprach: "Wir sind immer noch ein großes Stück vom Grenzwert entfernt." Dieser liegt bei 35 Mikrogramm im Jahresmittel. Erreicht wurde auch ein Rückgang des CO2- Ausstoßes, und zwar um rund 700 Tonnen.

"Autobranche kommt ungeschoren davon"

Die Hauptverantwortung sieht Rössler aber in der Autoindustrie. "Sie hat es nicht geschafft, die Grenzwerte einzuhalten, obwohl das technisch machbar ist. Ich verstehe nicht, wie eine ganze Branche so ungeschoren davon kommt." Laut Alexander Kranabetter vom Referat Immissionsschutz halten die Motoren die Grenzwerte nur im Labor ein, auf der Straße überschreiten sie diese aber um bis zu 700 Prozent.

"Der 80er wäre gar nicht notwendig, wenn die Autos die Grenzwerte einhalten würden", sagte er. Und Rössler: Eine Studie aus dem Vorjahr habe gezeigt, dass die Grenzewerte der Luftbelastung nicht überschritten werden würden, wenn die Autos die vorgeschriebenen Grenzwerte einhalten würden. Außerdem spricht sich die Grün- Politikerin für die Einführung einer Dieselsteuer aus, weil sich dadurch die Fahrzeugflotte auf den heimischen Straßen ändern würde.


18.07.2016, 13:07
AG/red
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