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26.09.2016 - 02:19
Foto: APA/HANS KLAUS TECHT

Krankenkassen erwarten heuer 48 Mio. Euro Plus

15.08.2016, 09:50

Die Krankenkassen verbessern ihre Prognose für heuer weiter. Im Februar hatten sie für 2016 noch ein Defizit von 94 Millionen Euro erwartet, im Mai waren sie dann schon von einem Überschuss von 3,9 Millionen Euro ausgegangen, im jetzt aktualisierten Voranschlag prognostizieren sie ein Plus von 48 Millionen. Hauptverantwortlich dafür ist der Vertrag mit der Pharmawirtschaft zur Begrenzung der Medikamentenkosten.

Für heuer erwarten nach der jüngsten Prognose des Hauptverbandes nur noch die Gebietskrankenkassen (GKK) von Tirol (10,7 Millionen) und Vorarlberg (0,9 Millionen) ein negatives Ergebnis. Die Wiener Kasse, die lange Zeit als größtes Sorgenkind gegolten hatte, prognostiziert nun ein Plus von 44,1 Millionen Euro.

Hauptverantwortlich dafür ist eine Zahlung aus dem Ausgleichsfonds der Kassen. Positive Ergebnisse erwarten auch die GKKs in Salzburg (6,6 Millionen) und Oberösterreich (3,0 Millionen). Alle anderen gehen von einem ausgeglichenen Ergebnis aus. Von den ständischen Kassen erwarten jene der öffentlich Bediensteten mit 35,7 Millionen und die SVA der gewerblichen Wirtschaft mit 12,6 Millionen negative Ergebnisse. Bei den Beamten wurde der Selbstbehalt von 20 auf zehn Prozent halbiert.

Hauptgrund für die deutliche Verbesserung der Prognose gegenüber dem Voranschlag vom Februar ist das Pharmapaket. Der zwischen Hauptverband und Pharmawirtschaft abgeschlossene Vertrag zur Kostenbegrenzung bei Medikamenten war im Februar noch nicht eingerechnet. Jetzt sind die 125 Millionen Euro, die die Pharmawirtschaft heuer an die Krankenversicherungsträger zahlt, schon berücksichtigt. 2017 und 2018 sollen demnach zehn Millionen Euro pro Prozentpunkt Kostensteigerung gezahlt werden, maximal jedoch 80 Millionen Euro pro Jahr.

Kosten für Zahnbehandlungen steigen

Für heuer wurde daher auch die Prognose für die Steigerung der Medikamentenkosten auf 4,1 Prozent zurückgenommen. Im Vorjahr waren diese Kosten noch um fünf Prozent gewachsen. Relativ stark mit einem Plus von 9,1 Prozent sollen heuer die Ausgaben für Zahnbehandlung steigen. Mit ein Grund dafür ist die Gratis- Zahnspange für Kinder und Jugendliche.

Im Vorjahr haben die Krankenkassen insgesamt mit einem Plus von 29,1 Millionen Euro abgeschlossen. Zu Jahresbeginn hatten sie noch mit einem Minus von 129 Millionen Euro gerechnet.

15.08.2016, 09:50
AG/red
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