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28.06.2017 - 08:18
Foto: Richard Schmitt

Krankenhaus Nord: Einfahrt für Rettung zu niedrig

06.12.2016, 20:53

Wieder einmal muss auf Wiens ewiger Baustelle, dem Krankenhaus Nord, nachgebessert werden. Zu tief verlegte Rohre hätten einem einfahrenden Rettungswagen schlicht das Dach weggerissen. Und das ist nicht die einzige Problemzone der Großbaustelle: Laut einem Bericht der "Presse" versucht der Krankenanstaltenverbund (KAV) derzeit, sich bei den verantwortlichen Firmen schadlos zu halten. Es geht um Regressforderungen in der Höhe von 136 Millionen Euro.

Dass zu einem Krankenhaus ein Rettungsauto problemlos zufahren können muss, erscheint eigentlich logisch. Doch beim Krankenhaus Nord hätte diese Fahrt wohl auch für die Rettungskräfte im Spital geendet: Zu tief verlegte Rohre hätten einem Rettungswagen das Dach weggerissen. Hier muss nun nachgebessert werden, und das nicht zum ersten Mal.

1,2 Milliarden Euro kostet der Bau des Krankenhauses Nord in Wien- Floridsdorf bereits jetzt, doch das Projekt könnte noch teurer werden: Experten rechnen mit einer weiteren Kostensteigerung um 129 Millionen Euro, 136 Millionen versucht der KAV bereits von Baufirmen zu regressieren.

Der teuerste Rohbau Wiens

Beim "Krone"- Lokalaugenschein mit Vizebürgermeister Johann Gudenus (FPÖ) im November zeigte sich, dass es wohl noch etwas länger dauern wird, bis in den Hightech- OPs endlich operiert werden kann: blanke Betonwände, aus den Decken hingen Tausende Kabel, im achten Stock am Dach ein unfertiger Hubschrauberlandeplatz.

Video: krone.tv

Die etlichen kleineren und größeren Pannen beim Bau führten zu einer massiven Budgetüberschreitung, deren volle Tragweite wohl erst vom Rechnungshof nachträglich festgestellt werden kann. "Fix ist: Er bleibt am Wiener Steuerzahler hängen", so Gudenus.

Redaktion
krone.at
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