Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
31.08.2016 - 18:01
Foto: AP, Ifo-Institut München

"Jeder Flüchtling kostet uns mehr als 450.000 €"

02.03.2016, 19:29

Hans- Werner Sinn, Chef des Münchner Ifo- Instituts für Wirtschaftsforschung, malt ein düsteres Bild über die Folgekosten der Flüchtlingskrise. Nach Berechnungen eines Freiburger Finanzwissenschaftlers würden mindestens 450 Milliarden Euro auf den deutschen Sozialstaat zukommen. "Das sind pro Kopf 450.000 Euro", erklärt Sinn, wenn man mit einer Million Flüchtlingen kalkuliere. In Wahrheit seien aber noch viel höhere Kosten zu erwarten.

Der Freiburger Experte Bernd Raffelhüschen hatte berechnet, dass eine Million Flüchtlinge über ihr gesamtes Leben gerechnet 450 Milliarden Euro weniger in den deutschen Sozialstaat einzahlen würden als sie diesem entnehmen. Sinn kontert allerdings, dass dies nur dann gelte, wenn jeder Asylwerber auch möglichst rasch in den Arbeitsmarkt integriert würde - was allerdings zu bezweifeln sei.

Problem der zu geringen Bildung

Ein grundlegendes Problem dabei sei nämlich, dass die ankommenden Flüchtlinge zu schlecht ausgebildet seien. "Das ist das Fundamentalproblem von Immigration aus ökonomischer Sicht", sagt Sinn: "Kommen die Richtigen?" Das bezweifle er. Schon bisher sei die mangelnde Qualifikation der Migranten das größte Problem gewesen, auch wenn dazu immer wieder andere Zahlen herumschwirren würden: "Man darf sich die Dinge nicht schönrechnen." Während der Ausländeranteil in Deutschland 7,3 Prozent betrage, würden Migranten 25 Prozent der Sozialhilfe- und 18 Prozent der Hartz- IV- Empfänger ausmachen. Alleine daraus sei schon zu sehen, dass Zuwanderer dem Staat oft mehr kosten als nutzen würden.

Neue Arbeitskräfte würde das Land allerdings durchaus vertragen, allein aufgrund der Überalterung der Gesellschaft. Das grundlegende Problem sei derzeit aber, dass sehr viele Ankommende zumindest temporäres Aufenthaltsrecht erhielten - nämlich knapp 50 Prozent. Selbst für die andere Hälfte würde aber gelten: "Wer drin ist, ist drin." Es sei schwer, "sie wieder loszuwerden", so Sinn.

Ifo- Chef lobt Österreich als Vorbild

Auch daher hätte eine effektive Kontrolle der Grenzen im Schengenraum oberste Priorität. Falls dies nicht umsetzbar sei - und Sinn zeigt sich skeptisch bezüglich einer "gesamteuropäischen Lösung" -, müsse man ernsthaft überlegen, dem österreichischen Vorbild zu folgen und die nationalen Grenzen effektiver zu kontrollieren. "Horrorzahlen" über angebliche Kosten dieser Vorgehensweise durch Handelsbeeinträchtigungen und Staus hält er dabei für völlig überbewertet.

Lesen Sie auch:

02.03.2016, 19:29
krone.at
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum