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26.05.2017 - 11:38
Benoit Hamon (re.) mit dem unterlegenen Kandidaten, Ex-Premierminister Manuel Valls
Foto: AFP / Video: AFP

F: Fillon, Le Pen und Kandidatenstau bei Linken

29.01.2017, 21:15

Mit dem Sieg des Parteilinken Benoit Hamon bei der Vorwahl der französischen Sozialisten steht das Kandidatenfeld für die Präsidentschaftswahl in drei Monaten weitgehend fest. Der 49- jährige Abgeordnete gewann die Vorwahl der Partei am Sonntag klar gegen den früheren Premierminister Manuel Valls. Laut vorläufigen Ergebnissen kam der frühere Bildungsminister auf rund 59 Prozent der Stimmen.

Hamons Sieg bedeutet einen Linksruck der Sozialisten. Valls räumte am Abend seine Wahlniederlage ein, gratulierte Hamon "herzlich" und wünschte ihm viel Glück. "Benoit Hamon ist jetzt der Kandidat unserer politischen Familie." Der frühere Bildungsminister habe jetzt die "schöne Aufgabe", das linke Lager vor der Präsidentschaftswahl zusammenzuführen, sagte der Vertreter des rechten reformorientierten Parteiflügels.

Benoit Hamon (re.) mit dem unterlegenen Kandidaten, Ex-Premierminister Manuel Valls
Foto: AFP

Hamon sagte, sein Sieg zeige, dass die Linke "lebendig und leidenschaftlich sei". Er wolle die Sozialisten nun zu einem Sieg bei der Präsidentschaftswahl im April und Mai führen. Frankreich brauche eine "moderne und innovative Linke". Bei der Wahl gelten die Sozialisten allerdings als nahezu chancenlos.

Das sind die wichtigsten Kandidaten für die Nachfolge des Sozialisten Francois Hollande:

  • Konservative Republikaner: Francois Fillon
    Der frühere Premierminister gewann im November die Vorwahl der Republikaner und gilt seitdem als klarer Favorit bei der Präsidentschaftswahl. Eine Affäre um die Beschäftigung seiner Ehefrau Penelope hat seine Zustimmungswerte allerdings sinken lassen. Der 62- Jährige setzt auf liberale Wirtschaftsreformen und will unter anderem 500.000 Stellen im öffentlichen Dienst streichen.
    Francois Fillon ist Präsidentschaftskandidat von Frankreichs Konservativen
    Foto: AFP
  • Rechtsextreme Front National: Marine Le Pen
    Die Tochter von Parteigründer Jean- Marie Le Pen hat Umfragen zufolge beste Chancen, in die Stichwahl im Mai einzuziehen. Einen Sieg dort halten Meinungsforscher zwar für höchst unwahrscheinlich; die 48- Jährige will aber für eine Überraschung sorgen wie Donald Trump bei der US- Präsidentschaftswahl.
    Marine Le Pen
    Foto: ASSOCIATED PRESS
  • Sozialistische Partei: Benoit Hamon
    Der Abgeordnete und frühere Bildungsminister hat ein dezidiert linkes Wahlprogramm: Der 49- Jährige wirbt für mehr Investitionen, eine Senkung der Arbeitszeit und mehr Umweltschutz. Für besondere Diskussionen hat seine Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen gesorgt. Bisherige Umfragen sehen Hamon allerdings bei der Präsidentschaftswahl mit unter zehn Prozent abgeschlagen auf dem fünften Platz.
    Benoit Hamon
    Foto: ASSOCIATED PRESS
  • Mitte- links: Emmanuel Macron
    Der frühere Wirtschaftsminister hat mit seiner Bewegung En Marche! (etwa: Vorwärts!) für Furore gesorgt und lag in Umfragen für die Präsidentschaftswahl zuletzt auf dem dritten Platz. Der 39- jährige Polit- Jungstar umwirbt besonders Wähler der Mitte und verfolgt einen ausgesprochen pro- europäischen Kurs.
    Mit Hamons Vorwahlsieg bei den Sozialisten kann Macron darauf hoffen, viele Mitte- links- Wähler zu gewinnen - und Politiker des reformorientierten Sozialistenflügels. Eine spannende Frage bleibt, ob der Zentrumspolitiker Francois Bayrou eine Präsidentschaftskandidatur anstrebt. Er könnte Macron wichtige Wählerstimmen nehmen.
    Foto: APA/AFP/PHILIPPE LOPEZ
  • Linksaußen: Jean- Luc Melenchon
    Der wortgewaltige Mitbegründer der Linkspartei sieht sich als wahrer Vertreter von Frankreichs Linken und setzt auf Wähler, die von Hollande enttäuscht sind. Der 65- Jährige hat unter anderem die Unterstützung der Kommunisten.
  • Die Grünen: Yannick Jadot
    Der Europaabgeordnete gewann im November überraschend die Vorwahl der Grünen- Partei EELV (Europe Ecologie - Les Verts). Allerdings sind Frankreichs Grüne zerstritten und dürften bei der Präsidentschaftswahl nur wenig Gewicht haben.

Redaktion
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